Corona-Lockerungen

Das Geesthachter Rathaus öffnet das Bürgerbüro wieder

Torben Heuer, Pressesprecher der Stadt Geesthacht, vor der Nummernziehanlage, die ab September wieder aktiviert wird.

Torben Heuer, Pressesprecher der Stadt Geesthacht, vor der Nummernziehanlage, die ab September wieder aktiviert wird.

Foto: Frauke Maaß/FMG / BGZ

Ab 1. September können Kunden zu leicht veränderten Öffnungszeiten ihre Anliegen ohne Termin erledigen. Koordinator im Einsatz.

Geesthacht.  Die allgemeinen Lockerungen haben jetzt auch das Geesthachter Rathaus erreicht. Wie Stadtsprecher Torben Heuer mitteilt, wird ab 1. September das Bürgerbüro wieder öffnen. Für einen neuen Personalausweis, eine Beglaubigung oder Briefwahlunterlagen muss ab dann kein Termin mehr vereinbart werden.

„Das ist einerseits ein Service für unsere Bürger, die bisher zum Teil sehr lange auf einen Termin im Bürgerbüro warten mussten. Auf der anderen Seite aber auch eine Entlastung für unsere Mitarbeiter, die die Flut von Anliegen nicht mehr abarbeiten können und mittlerweile unter großen Druck geraten sind!“

Immer nur acht Personen im Foyer erlaubt

Verärgerte Geesthachter haben von einer Wartezeit von vier bis sechs Wochen gesprochen und teils auch schon den Versuch aufgegeben, sich einen Termin beim Bürgerbüro zu besorgen. „Uns sind die Beschwerden bekannt“, sagt Torben Heuer. Aber wegen der strengen Hygienevorgaben konnte bisher nicht anders gearbeitet werden. „Die Flure hier sind sehr eng. Wenn sich Kunden hier begegnen würden, wäre der vorgeschriebene Abstand von 1,50 Meter nicht mehr gewahrt.“ Einbahnstraßen könnten aufgrund der Räumlichkeiten auch nicht eingerichtet werden.

Die Termine für August sind bereits alle belegt. Wer jetzt ins Bürgerbüro möchte, muss auf September warten. Um dem möglichen Ansturm Herr zu werden, wird ein Koordinator vor dem Rathaus für einen geordneten Ablauf sorgen. „Es werden immer nur acht Personen ins Foyer gelassen“, sagt Heuer. Dann muss eine Nummer gezogen werden und an einem der acht eigens gekennzeichneten Wartepunkte auf den Aufruf gewartet werden. Vier Besucher sind gleichzeitig im Bürgerbüro zugelassen. Wichtig: „Dringende Termine können immer dazwischen geschoben werden“, betont Torben Heuer. Niemand soll zum Beispiel auf seinen Urlaub verzichten müssen, nur weil der Pass abgelaufen ist.

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Öffnung gilt nur für das Bürgerbüro

Die Öffnung gilt nur für das Bürgerbüro. Alle anderen Fachdienste im Rathaus arbeiten weiterhin nur mit Terminvergabe. „Das hat sich zum Beispiel beim Standesamt, dem Fachdienst Soziales oder Bauordnung durchaus bewährt“, berichtet Heuer.

Neu ab September ist auch, dass jeder Kunde seine eigene Maske tragen darf. Bisher wurden frische Einmalmasken an die Besucher verteilt. Was aber noch lange bleiben wird, sind Handdesinfektion und die Angabe persönlicher Daten zur Nachverfolgung im Falle einer Infektion sowie die Abstandsregelung und Trennscheiben im Bürgerbüro.

„Wir haben vor der Corona-Pandemie immer stets alle Anliegen sehr schnell bearbeitet“, sagt Heuer. Dieser Zustand wird wegen der vielen Hygieneauflagen so schnell nicht wieder erreicht werden können. „Dennoch freuen wir uns, dass wir das Bürgerbüro wieder zu fast unveränderten Öffnungszeiten für den Publikumsverkehr freigeben können!“ Allerdings solle jeder Zeit und Geduld mitbringen. Heuer: „Wartezeiten sind unvermeidbar.“