Corona-Krise

Einkaufen statt asphaltieren: Geesthachts Betriebshof hilft

Der Betriebshof der Stadt Geesthacht verfüllt am 11.11.2019 Schlaglöcher an der Geesthachter Straße (B404)

Der Betriebshof der Stadt Geesthacht verfüllt am 11.11.2019 Schlaglöcher an der Geesthachter Straße (B404)

Foto: Timo Jann

Mitarbeiter der Stadt helfen Geesthachtern in der Corona-Krise. Der Betriebshof bringt ab Freitag Einkäufe ins Haus.

Geesthacht. „Gemeinsam statt einsam“ – so lautet das Motto einer Initiative, die die Mitarbeiter der Stadt Geesthacht von Freitag an für Bürger anbieten. Die Verwaltungsmitarbeiter wollen in Zeiten großer Einschränkungen helfen – auf emotionaler und praktischer Ebene.

Marion Grote, pädagogische Leiterin der Geesthachter Stadtjugendpflege, sagt: „Wir wollen alle Personen ansprechen, die keine Nachbarn oder Verwandte haben, die sie unterstützen können. Das können Alleinstehende oder Familien sein, die derzeit unter Quarantäne stehen. Aber auch ältere Personen oder Menschen aus anderen Risikogruppen können sich bei uns melden.“

Im Rathaus werden Einkaufswünsche notiert

Der Aufruf richte sich an alle, die in diesen Tagen Gefühle der Einsamkeit erleben und in großer Sorge sind, wie sie an notwendige Dinge des täglichen Bedarfs gelangen können. „Wir kümmern uns um Ihre Einkäufe, schenken Ihnen ein Ohr und versuchen Sie damit so zu unterstützen, dass Sie sich in Ihren vier Wänden wohlfühlen“, so Grote.

Betroffene können sich ab Freitag unter Telefon 04152/13 19 11 im Geesthachter Rathaus melden. Erreichbar ist die Telefonnummer montags bis freitags von 9 bis 12 Uhr. Dort werden die Anliegen entgegengenommen, Einkaufswünsche notiert und dann an Mitarbeiter des Städtischen Betriebshofes weitergegeben.

Stadt legt das Geld zunächst aus

Einzige Voraussetzung: Die Anrufer geben ihren Namen, ihre Adresse und eine Telefonnummer an, unter der sie erreichbar sind. Denn unter dieser Nummer werden die Teams des Betriebshofes dann auch mitteilen, wann mit den von Stadtmitarbeitern erledigten Einkäufen zu rechnen ist. Bezahlt wird kontaktlos über einen Briefumschlag. In diesen legen die Bestellenden das von der Stadt zunächst verauslagte Bargeld.

Wer in Zeiten, in denen Besuche und Treffen mit Angehörigen und Freunden nur eingeschränkt möglich sind, jemanden zum Reden braucht, kann sich ebenfalls unter Telefon 04152/13 19 11 melden. Sozialpädagogen der Schulsozialarbeit nehmen sich Zeit für die Probleme und vermitteln für umfangreichere Beratungen weitere Kontakte.

Wer Austausch sucht, kann gern bei der Arbeiterwohlfahrt unter 04152/793 81 (Seniorenclub am Keil) und unter 04152/760 02 (Awo Sozialberatung) melden.