Wegen Corona

Schleswig-Holstein erstattet Eltern nun die Kitabeiträge

Nun steht es fest: Das Land Schleswig-Holstein übernimmt für zwei Monate die Kitabeiträge.

Nun steht es fest: Das Land Schleswig-Holstein übernimmt für zwei Monate die Kitabeiträge.

Foto: Monika Skolimowska / dpa

Bis auf die Notgruppen sind die Kitas derzeit leer. Gute Nachricht für Eltern: Für zwei Monate übernimmt das Land die Beiträge.

Schwarzenbek/Geesthacht/Lauenburg.  Bis auf die Notgruppen, in denen Kinder von Eltern betreut werden, die in Gesundheitswesen, Pflege und Versorgung (kritische Infrastruktur) tätig sind, sind die Kindertagesstätten leer. Die gute Nachricht für alle Eltern: Für zwei Monate übernimmt das Land die Elternbeiträge. „Die Jamaika-Koalition aus CDU, Grünen und FDP hat sich mit den Oppositionsparteien SPD und SSW auf eine Unterstützung der Eltern geeignet, deren Kinder eine Krippe oder eine Kita besuchen“, so FDP-Fraktionschef Christopher Vogt.

Die Kommunen sollen vom Land 50 Millionen Euro aus dem Corona-Soforthilfeprogramm erhalten. Das gilt sowohl für kommunale Kindertagesstätten, als auch für die freier Träger. Offen ist derzeit allerdings noch, wie und wann das Geld bei den Eltern ankommt.

Offen ist noch, wie Beiträge erstattet werden

„Im vergangenen Jahr haben die Eltern für Beiträge landesweit insgesamt rund 290 Millionen Euro aufbringen müssen, so dass 50 Millionen Euro für zwei Monate ziemlich genau passen“, sagt Vogt zum Zustandekommen der Summe.

Viele Kommunen wie Oststeinbek oder Schwarzenbek hatten vorab eigene Lösungen gesucht. So können sich auf der Internetseite der Stadt Schwarzenbek Eltern einen Antragsbogen herunterladen. „Wir haben den noch vor dem Beschluss online gestellt. Wir wussten zwar, dass die Landesregierung etwas plant, aber nicht in welchem Umfang. Deshalb haben wir zunächst nach einer Lösung für etwa durch Kurzarbeit stark belastete Familien gesucht“, so Fachbereichsleiterin Kathrin Kipke.

Offen ist noch, wie die Beiträge erstattet werden oder ob sie gar nicht erst eingezogen werden. Ihre Erstattung war bereits mehrfach Thema im Krisenstab der Stadt Geesthacht, der täglich zusammenkommt. „Schon bevor das Land bekannt gegeben hat, dass es Geld für die Entlastung der Eltern geben wird, hat die Verwaltung überlegt, wie man den Eltern entgegenkommen kann“, sagt Christoph Wieck, Leiter des Fachbereichs Bildung und Soziales. Derzeit laufen Abstimmungen zwischen dem Sozialministerium und dem Städteverband. „Einheitliche Lösungen sind wichtig, um den Eltern und Kommunen Sicherheit zu geben“, betont Wieck.

In Lauenburger Kitas werden im April keine Beiträge eingezogen

„Inzwischen wissen wir zumindest, dass das Geld den Kommunen ausgezahlt wird und von dort an die Träger der Kitas weitergegeben werden soll“, sagt Lauenburgs Kämmerer Thomas Burmester. In der Lauenburger Kita des Vereins Wabe wartet man ebenfalls auf eine klare Linie: „Im April werden keine Beiträge eingezogen werden. Für März sind die Gebühren zunächst abgebucht worden. Sobald eine Lösung besprochen ist, erstatten wir das Geld zurück“, sagt Sprecherin Claudia Janson.