Geesthacht

21 senioren- und behindertengerechte Wohnungen

So könnte das neue Mehrfamilienhaus an der Rathausstraße/Ecke Trift einmal aussehen. Die 21 Mietwohnungen sind zwischen 60 und 80 Quadratmeter groß.

So könnte das neue Mehrfamilienhaus an der Rathausstraße/Ecke Trift einmal aussehen. Die 21 Mietwohnungen sind zwischen 60 und 80 Quadratmeter groß.

Foto: Heiner Huy

An der Rathausstraße / Ecke Trift will Geesthachter Bayram Cetin ein Mehrfamilienhaus bauen. Der Architekt hat die Pläne vorgestellt.

Geesthacht . In der Geesthachter Innenstadt könnte bald wieder gebaut werden: An der Rathausstraße /Ecke Trift will der Geesthachter Bayram Cetin ein Mehrfamilienhaus mit 21 Wohnungen errichten. Architekt Heiner Huy aus Hamburg hat auf der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Stadt- und Verkehrsplanung einen Entwurf für das Bauvorhaben vorgestellt.

Bereits im Oktober 2019 war der Eigentümer des Eckgrundstückes im Ausschuss vorstellig geworden. Damals lehnten die Politiker das Projekt ab. Die Gründe: Es wurde keine Tiefgarage eingeplant und das Erscheinungsbild des Gebäudes wirkte zu massiv. Es passe nicht in die Nachbarschaft. Außerdem fehlten Gliederungselemente in der Fassade und der Fußweg sei zu schmal.

Mehrfamilienhaus mit drei Etagen und Staffelgeschoss

Bauherr Bayram Cetin hatte sich daraufhin für einen neuen Architekten entschieden, der in Geesthacht kein Unbekannter ist: Heiner Huy. Der Hamburger Architekt hat unter anderem das Projekt „Gartencity“ zwischen Bun­tenskamp, Schillerstraße und Krumme Straße entwickelt. Dort sollen acht teilweise miteinander verbundene Neubauten, darunter mehrere Tiefgaragen, ein 2650 Quadratmeter großer, öffentlicher Park für Kunst und Kultur, ein Ärztehaus sowie moderne Neubauwohnungen entstehen.

Damit auf dem Eckgrundstück am Trift ein Mehrfamilienhaus mit drei Etagen und Staffelgeschoss entstehen kann, muss das vorhandene Gebäude abgerissen werden. Danach soll ein Wohnhaus entstehen, was laut Architekt, folgende Eckpunkte hat: Die Seitenflügel werden durch Erkerbereiche gegliedert, da auch die Nachbargebäude haben Erker. Die Fassade soll voll verklinkert und das Dach mit roten Ziegeln gedeckt werden. Der Hinterhof bleibt frei. Auf der Fläche ist ein Spielplatz vorgesehen.

Tiefgarage hat Zufahrt von der Rathausstraße

Die Tiefgarage samt elf Parkplätzen bekommt ihre Zufahrt von der Rathausstraße aus und der Hauseingang ist überdacht und ausreichend beleuchtet.

„Ganz wichtig ist mir auch, dass wir vor dem Eingang zwei Säulenstileichen pflanzen. So wie vor dem Rathaus“, sagte Heiner Huy. Außerdem soll es eine kleine, grüne „Insel“ mit Bepflanzung und Sitzmöglichkeit vor dem Gebäude geben.

Alle Wohnungen des Neubaus sollen später vermietet werden. Zum Kauf werden sie nicht angeboten. Künftige Mieter können unter Zwei- und Drei-Zimmer-Wohnungen wählen, die zwischen 60 und 80 Quadratmeter groß sind. Eine Besonderheit: Alle Wohnungen sind senioren- und behindertengerecht. Dazu sagte Architekt Heiner Huy: „Das fängt schon in der Tiefgarage an. Es gibt zwei Behinderten-Stellplätze und einen großen Kellerraum für Rollstühle und Rollatoren.“ Außerdem ist ein Fahrstuhl vorgesehen, der von der Tiefgarage hoch in den Eingangsbereich sowie die einzelnen Stockwerke fährt.

Bürgermeister befürwortet das Neubauprojekt

Die Begeisterung stand den Politikern nach der ausführlichen Präsentation des Architekten ins Gesicht geschrieben – dazu ein zustimmendes Genicke und Getuschel. Karla Rohde (SPD) sagte: „Ich bin sehr angetan von diesem Bauprojekt.“ Und Jan-Matthias Krey von der CDU sagte zum Bauherren: „Ich kann nur dazu gratulieren, dass Sie den Architekten gewechselt haben.“ Das Objekt passe gut in das städtebauliche Konzept. „Bestimme Merkmale anderer Nachbargebäude wurden gut aufgegriffen.“ Allein Jürgen Haker (Linke) stimmte am Ende gegen den vorgestellten Entwurf. Sein Grund: Es fehlen Sozialwohnungen.

Bürgermeister Olaf Schulze hält das Bauvorhaben an der Rathausstraße/Ecke Trift wie die Mehrheit der Ausschussmitglieder für gut ausgearbeitet. „Das ist ein tolles Projekt. Wenn es so umgesetzt wird wie vorgestellt, könnte es als gutes Beispiel für Inklusion dienen.“