Kita Arche Noah

Die nächste Kita in Geesthacht benötigt Hilfe

Mitglieder des Sozialausschusses machen sich in der Kita Arche Noah ein Bild über den Zustand. Der ist nicht gut, die Kirchengemeinde würde gern neu bauen.

Mitglieder des Sozialausschusses machen sich in der Kita Arche Noah ein Bild über den Zustand. Der ist nicht gut, die Kirchengemeinde würde gern neu bauen.

Foto: Dirk Palapies

Der Neubau der Kita ist gefährdet. Auch Arche Noah ist in der Prioritätenliste gesunken und erhält weniger Förderung. Die Einzelheiten.

Geesthacht. Mareike Wiedenhöft hofft, dass in diesem Winter kein Schnee mehr fällt. Die Leiterin der Kita Arche Noah fürchtet um ihre Einrichtung. „Der Dachdecker sagte beim Flicken im November, dass sei das letzte Mal, dass er für unser Dach etwas tun könne“, berichtete sie den Mitgliedern des Sozialausschusses. Die Abdeckung, noch aus der Zeit der Kita-Errichtung von 1971, ist mittlerweile undicht, zudem könne sie eine zusätzliche Last wohl nicht tragen.

Dies ist nur ein Punkt einer langen Liste mit Mängeln, die Mareike Wiedenhöft bei der Ortsbegehung präsentierte. Am Ende waren sich alle einig: Die Kita der Kirchengemeinde Düneberg ist verschlissen. Eigentlich müsste hier am Klaus-Groth-Weg 1 ein Neubau her. So wie es auch die Kirchengemeinde möchte und die Stadt Geesthacht befürwortet. Der Neubau ist im Bedarfsplan des Kreises aufgenommen. Doch nun hakt es wieder wie zuvor beim sehr ähnlich gelagerten Fall der Kita Worther Weg (wir berichteten).

Finanzierungskonzept wurde infrage gestellt

Denn das Finanzierungskonzept ist infrage gestellt. „Wir waren auf Platz sieben gesetzt in der Prioritätenliste des Kreises“, so Mareike Wiedenhöft. Deshalb habe die Fördersumme zunächst bei 2,97 Millionen Euro gelegen. Mit dem neuem Beschluss ist die Kita jedoch auf Platz elf abgerutscht. Der sieht nur noch 660.000 Euro Förderung vor. Für eine Sanierung hatte ein Statiker 3,08 Millionen Euro errechnet, das Neubauvorhaben wird mit 4,8 bis 5,1 Millionen Euro veranschlagt. Die Kita soll zweigeschossig werden und um 30 Plätze erweitert mit einer Elementar- und Krippengruppe. Schließlich ist Arche Noah die am nächsten gelegene Kita für das Neubaugebiet Weidentrift.

Ergo ergibt sich eine Lücke von gut zwei Millionen Euro für den Kirchengemeinderat, der Träger des Vorhabens ist. Die restliche Summe wäre aus eigenen Mitteln gestemmt worden. „Da haben wir uns gesagt: Das war es erst mal“, meint Mareike Wiedenhöft.

Kirchengemeinde hat bis jetzt 15.000 Euro eingebracht

Die Planungen laufen seit 2016, zunächst ging es um eine Sanierung. „Dann sind wir wegen der Frage nach Unterstützung an die Stadt herangetreten“, berichtet Wiedenhöft. Erst bei den Gesprächen dort sei die Idee für einen Neubau aufgekommen. „Im Frühjahr 2018 haben wir einen Visionstag gemacht innerhalb des Kirchengemeinderates, um zu klären, was wir wollen“, sagt sie. Ergebnis: Ja, wir bauen. Anfang 2019 begann die Planung. Nun stellt sich die Frage, wie es weitergeht. „Das weitere Vorgehen würde richtig viel Geld kosten“, sagt Wiedenhöft. Übernimmt die Stadt die Kosten, wenn die Planungen ins Leere laufen, fragt sie sich. Bis jetzt hat die Kirchengemeinde 15.000 Euro eingebracht.

Alexandra Groß vom Fachdienst Soziales der Stadt Geesthacht indes kann Konkretes nicht zusagen. „Wir brauchen die Plätze. Sie sind aus unserer Sicht sonst abgängig“, sagt sie. Mit dem Kirchenkreis soll sich schnellstmöglich wieder zusammensetzt werden.

Einen Lichtblick gibt es aber doch. Alexander Groß verweist darauf, dass auch für die Kita Worther Weg eine Lösung gefunden worden sei.