Geesthacht

Fahrradboxen am ZOB können ab März angemietet werden

Anette Platz vom Fachdienst Umwelt (l.) und Pressesprecherin Wiebke Jürgensen testen die neuen Fahrradboxen am ZOB in Geesthacht.

Anette Platz vom Fachdienst Umwelt (l.) und Pressesprecherin Wiebke Jürgensen testen die neuen Fahrradboxen am ZOB in Geesthacht.

Foto: Marcus Jürgensen

Fast ein Jahr hat es gedauert, nun können Radfahrer ihren Drahtesel in einer Box unterbringen. Es gibt verschiedene Anmietzeiträume.

Geesthacht. Der Teufel steckt im Detail – so beschreibt Anette Platz, Fachdienstleiterin Umwelt im Geesthachter Rathaus, den Stand der Dinge beim Thema Fahrradboxen am ZOB. Fristgerecht zum März 2019 wurden die 0,75 Meter breiten und 1,15 Meter hohen Boxen aufgestellt, doch seither warten sie auf ihren Einsatz. Der Grund: technische Probleme.

Die Firma Orion Stadtmobiliar hat bei diesem Projekt ihren Teil der Arbeit erledigt und die Boxen namens Aretus rechtzeitig platziert. Sechs von ihnen haben eine Energiesäule. Die ist in das Rahmengerüst mit eingebaut. So kann im Innenraum der Fahrradbox Strom aus einer 230-Volt-Steckdose entnommen werden. „Somit können die Akkus von Pedelecs oder E-Bikes während der Parkphase in der Fahrradbox aufgeladen werden“, erklärt Rathausmitarbeiterin Anette Platz. Das Buchungssystem für die Boxen stellt das Unternehmen Intrakey. Und genau die konnten erst jetzt ein vorhandenes Software- sowie Router-Probleme lösen.

12 Fahrradboxen kosteten rund 32.000 Euro

„Wir haben drei Radfahrer, die seit fast einem Jahr die Boxen testen“, sagt Platz. Dabei sei festgestellt worden, dass das Buchen und Öffnen der Boxen bisher nicht immer einwandfrei geklappt hat. Die Probleme sind nun behoben. „Anfang März soll es endlich losgehen“, freut sie sich.

Die Anschaffungskosten für die zwölf Fahrradgaragen liegen bei rund 32.000 Euro. Hinzu kommt eine jährliche Servicepauschale von etwa 1100 Euro. „Bisher haben wir noch nichts bezahlt“, sagt Platz. Schließlich lasse die Inbetriebnahme noch auf sich warten.

Stellplätze auch in der Touristinformation anmieten

Doch wie genau läuft die Anmietung eines solchen Stellplatzes ab? Interessierte können entweder über die Smartphone-App „BikeParkBox“ oder über das Onlineportal www.bikeparkbox.de eine Fahrradbox buchen. Das Öffnen der Boxen funktioniert dann wie beim Carsharing über einen Code, der entweder auf die App oder an die E-Mailadresse geschickt wird und dann auf einem Display neben der Fahrradbox eingetippt werden muss.

Wer kein Internet nutzt, kann die Stellplätze auch in der Touristinformation (Bergedorfer Straße 28) anmieten. Das kostet pro Tag 2,50 Euro, pro Woche 8 Euro, für einen Monat 15 Euro und für ein Jahr 100 Euro. Bezahlt werden kann per Paypal, Kreditkarte oder Bankeinzug. In Bar geht es ausschließlich in der Touristeninformation.