Finkenweg-Ost

Ein Knall, dann Flammen: Dachstuhlbrand in Geesthacht

Flammen schlagen aus dem Dachfenster, dunkler Rauch steigt auf. Vor dem Haus am Wilhelm-Mittendorf-Stieg im Wohngebiet Finkenweg-Ost bringt die Feuerwehr ihre Drehleiter in Stellung.

Flammen schlagen aus dem Dachfenster, dunkler Rauch steigt auf. Vor dem Haus am Wilhelm-Mittendorf-Stieg im Wohngebiet Finkenweg-Ost bringt die Feuerwehr ihre Drehleiter in Stellung.

Foto: Timo Jann

Schreck für eine Familie am Wilhelm-Mittendorf-Stieg: Im Dachgeschoss ihres Hauses wütete plötzlich ein Feuer.

Geesthacht.  Feuer-Alarm am Wilhelm-Mittendorf-Stieg: Aus dem Dachgeschoss eines Mittelreihenhauses im Neubaugebiet Finkenweg-Ost schlugen am Sonntagmittag hohe Flammen. Gegen 12 Uhr hatten Anrufer einen Notruf abgesetzt. Sie hatten nach Polizeiangaben einen Knall gehört und dann den Brand bemerkt. Als die durch die Notfallschranke vom Finkenweg aus angerückten Feuerwehrleute eintrafen, wütete das Feuer bereits intensiv, eine weithin sichtbare Rauchwolke stieg auf.

„Wir haben sofort einen Trupp im Innenangriff ins Haus geschickt und draußen die Drehleiter in Stellung gebracht“, berichtete Feuerwehrchef Sven Albrecht, der den Einsatz der etwa 40 Feuerwehrleute leitete. Einen Nachbarn, der nach der Nachtschicht geschlafen hatte, klingelten die Retter aus dem Haus.

Die Familie aus dem betroffenen Haus hatte sich bereits in Sicherheit gebracht. „Es war gut, dass uns die Anwohner eingewiesen haben, in welche Straße wir müssen“, sagte Gruppenführer Dennis Bruhn. Denn das Reihenhaus war nur über einen Parkplatzhof erreichbar.

Über eine Wendeltreppe konnten die Atemschutzträger Christian Eichberger und Bjarne Bösling im Haus bis zum brennenden Dachgeschoss vorgehen. „Da war ordentlich Feuer, wir konnten es aber schnell grob löschen“, so Eichberger. Von der Drehleiter aus wurden Dachpfannen aufgenommen und Wärmedämmung entfernt, um an Brandnester zu gelangen. In den Vorgarten geworfene Möbelreste wurden dort abgelöscht.

Mehr als zwei Stunden zog sich der Einsatz der Retter hin. Die stark verdreckte Schutzkleidung legten die Feuerwehrleute, die im Haus gearbeitet hatten, sofort ab, um keine Kontamination zu verschleppen. Sie zogen eigens neu beschaffte Overalls über. Ein Dachdecker sicherte das offene Dach notdürftig mit einer Plane.

Die Ermittlung der Brandursache wird jetzt die Kriminalpolizei übernehmen. Die Schadenshöhe stand zunächst nicht fest.