Amt Hohe Elbgeest

Nico Wiesmann ist der neue Klimaschutzmanager

Klimaschutzmanager Nico Wiesmann (26) fährt täglich mit dem Fahrrad von Aumühle nach Dassendorf zum Amt Hohe Elbgeest. Die Strecke ist knapp acht Kilometer lang.

Klimaschutzmanager Nico Wiesmann (26) fährt täglich mit dem Fahrrad von Aumühle nach Dassendorf zum Amt Hohe Elbgeest. Die Strecke ist knapp acht Kilometer lang.

Foto: Isabella Sauer

Der 26-Jährige setzt privat und beruflich auf Nachhaltigkeit. Er möchte an alten Klimaschutzprojekten festhalten und neue planen.

Geesthacht. Vorbildlich fährt der neue Klimaschutzmanager des Amtes Hohe Elbgeest, Nico Wiesmann, täglich mit dem Fahrrad von seiner Wohnung in Aumühle nach Dassendorf zur Arbeit. So trage er ganz persönlich etwas zum Klimaschutz bei. Doch er tut noch mehr fürs Klima.

Seit Anfang November ist der 26 Jahre alte Münsterländer dafür zuständig, das Klimakonzept des Amtes Hohe Elbgeest und den dazugehörigen Gemeinden umzusetzen. Verabschiedet wurde es in Zusammenarbeit mit Bürgern und Betrieben in den Jahren 2012 und 2013. Einige Punkte konnten schon abgehakt werden, andere stehen noch aus. Wie zum Beispiel weitere E-Ladesäulen zu errichten.

Dach der Verwaltung mit Fotovoltaik ausstatten

Aber auch die Verwaltung selbst soll sich für den Klimaschutz einsetzen. Nico Wiesmann sagt: „Wir haben einen neuen Elektro-Smart als Dienstwagen bekommen. Aktuell wird die alte Beleuchtung gegen LED-Lampen eingetauscht, und ab sofort wird nur noch auf Recycling-Papier gedruckt.“ Als nächstes möchte der Rathausmitarbeiter prüfen, ob die Dächer des Amtes für erneuerbare Energien, wie beispielsweise Fotovoltaik, geeignet sind.

Seitdem Nico Wiesmann, der an der Technischen Universität Braunschweig Umweltnaturwissenschaften studiert hat, im Amt ist, haben ihn schon so einige Bürger im Büro aufgesucht. „Aktuell kommen viele zu mir, weil sie sich über eine pauschale Förderung des Land Schleswig-Holsteins für die Sanierung von Heizungsanlagen informieren wollen“, sagt er. Aber auch zum Thema Ausbau des Radverkehrsnetzes im Amtsgebiet werde häufig nachgefragt, ebenso zur Elektromobilität.

Neben bereits bekannten Aktionen, wie die regelmäßige Energieberatung der Verbraucherzentrale und die Handysammlung für die Deutsche Umwelthilfe, hat Wiesmann auch neue Projekte im Kopf. „Wir werden im Frühjahr eine Kleidertauschparty organisieren. Außerdem wollen wir mit einer ,Klimamap’ starten“, sagt er. Bei der „Klimamap“ können Bürger in einer interaktiven Klimakarte ihre ganz persönlichen Erfolge im Klimaschutz sichtbar machen, in dem sie ihr Projekt auf der Internetseite ( www.amt-hohe-elbgeest.de/Verwaltung/Klimaschutz/Klimamap ) eintragen und beschreiben.

Posten des Klimaschutzmanagers wird unbefristet

Ein weiteres Ziel von Wiesmann ist es, die Bürger aufzuklären. „Klimaschutz bedeutet nicht unbedingt Einschränkungen, sondern das Kosten gesenkt werden können, wie durch Dämmungen oder effiziente Heizungssysteme“, sagt er. Aber auch eine passende Beleuchtung in der Wohnung und der Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel würden helfen. Er selbst setze absolut auf Nachhaltigkeit. „Ich trage meine Schuhe so lange, bis die Sohle abfällt“, sagt er und lacht. Auch sein Fahrrad habe schon ein paar Schönheitsfehler: „Egal, Hauptsache es ist verkehrssicher und ich trage durch das tägliche Radfahren zum Klimaschutz bei.“

Bis Ende 2021 wird der Posten des Klimaschutzmanagers aus Bundesmitteln mitfinanziert. Unabhängig davon hat der Amtsausschuss entschieden, über den Förderzeitraum hinaus das Klimaschutzmanagement fortzusetzen.

Alltagstipps für mehr Klimaschutz

1. Lebensmittelverschwendung: Weniger Einweg-Produkte wie Kaffee-To-Go-Becher verwenden und weniger Lebensmittel wegschmeißen. Beim Bäcker Brot vom Vortag zu kaufen, ist nicht nur günstiger, sondern trägt auch zum Klimaschutz bei. Tipp: TooGoodToGo-Smartphone-App, www.foodsharing.de.

2. Mehrfachnutzung: Produkte herzustellen verschlingt viel Energie und Rohstoffe. Lieber die Bohrmaschine gebraucht kaufen oder mieten und Klamotten auf Kleidertauschpartys erstehen. Tipp: Kleiderkreisel-Smartphone-App, www.kleidertausch.de, www.nebenan.de

3. Strom sparen: Beleuchtung auf energiesparende LED-Lampen umstellen. Nur Licht in den Räumen einschalten, in denen man sich auch aufhält. Weitere Option: Stromsparende Haushaltsgeräte kaufen. Tipp: ecoGator-Smartphone-App

4. Mobilität: Anstatt in das eigene Auto zu steigen einfach mal die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen. Außerdem sind Mitfahrgelegenheiten sinnvoll, um den CO2-Ausstoß zu minimieren. Noch besser: Fahrrad fahren. Tipp: Blablacar-Smartphone-App

Klimaschutzmanager Nico Wiesmann ist erreichbar per E-Mail an klima@amt-hohe-elbgeest.de

1. Lebensmittelverschwendung: Weniger Einweg-Produkte wie Kaffee-To-Go-Becher verwenden und weniger Lebensmittel wegschmeißen. Beim Bäcker Brot vom Vortag zu kaufen, ist nicht nur günstiger, sondern trägt auch zum Klimaschutz bei. Tipp: TooGoodToGo-Smartphone-App, www.foodsharing.de

2. Mehrfachnutzung: Produkte herzustellen verschlingt viel Energie und Rohstoffe. Lieber die Bohrmaschine gebraucht kaufen oder mieten und Klamotten auf Kleidertauschpartys erstehen. Tipp: Kleiderkreisel-Smartphone-App, www.kleidertausch.de, www.nebenan.de

3. Strom sparen: Beleuchtung auf energiesparende LED-Lampen umstellen. Nur Licht in den Räumen einschalten, in denen man sich auch aufhält. Weitere Option: Stromsparende Haushaltsgeräte kaufen. Tipp: ecoGator-Smartphone-App

4. Mobilität: Anstatt in das eigene Auto zu steigen einfach mal die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen. Außerdem sind Mitfahrgelegenheiten sinnvoll, um den CO2-Ausstoß zu minimieren. Noch besser: Fahrrad fahren. Tipp: Blablacar-Smartphone-App