Silvester-Tradition

Hunderte Geesthachter treffen sich beim Sektausschank

Kaum ein Durchkommen in der Fußgängerzone: Hunderte Geesthachter kamen an Silvester zum traditioneller Sektempfang bei Zigarren Fries.

Kaum ein Durchkommen in der Fußgängerzone: Hunderte Geesthachter kamen an Silvester zum traditioneller Sektempfang bei Zigarren Fries.

Foto: Jann / jann

Seit mehr als 30 Jahren lädt Oliver Fries an Silvester zum Sektausschank – 8314,01 Euro kamen diesmal für einen guten Zweck zusammen.

Geesthacht. Absoluter Rekorderlös beim traditionellen Silvester-Sekt vor Zigarren-Fries in Geesthachts Fußgängerzone: 8314,01 Euro zählte Oliver Fries nach dem Spektakel an Silvester. 617 Flaschen Sekt tranken die Besucher aus, um sich auf den Jahreswechsel einzustimmen. „Das ist der absolute Wahnsinn, sicher durch das schöne Wetter begünstigt“, so Fries.

Erlös geht an Hilfsorganisationen

Den Erlös spendet er wie gewohnt an Ilse Timm und ihren Verein „Hilfe für das schwerkranke Kind“, ein Teil geht aber auch an die örtlichen Hilfsorganisationen, die sich am verkaufsoffenen Sonntag unter dem Motto „Geesthacht hilft!“ beteiligen.„Es war wie jedes Jahr. Um 10 Uhr dachte ich, heute kommt kaum jemand, und um 11 Uhr war es in der Straße rappelvoll“, freute sich Fries.

Seit etwa 30 Jahren lädt er zu dem Sektausschank ein. Erst im Laden, doch als der aus allen Nähten platzte, verlegte er das Treffen in die Fußgängerzone. Mit steigendem Erfolg. Und die Nutznießer der Einnahmen freuen sich. „Es ist toll, wie lange wir hier schon unterstützt werden“, sagte Ilse Timm. Sie wird die Spende nutzen, um eine Familienfreizeit für die durch ihren Verein betreuten Kinder zu ermöglichen. Fries: „Das finde ich immer großartig. Medizinisch wird viel getan, aber psychologisch, so für die ganze Familie zusammen etwas anzubieten, das ermöglicht eben nur Ilse Timm.“

Freunde treffen und miteinander anstoßen

Viele Geesthachter und Gäste kommen regelmäßig, um bei der Veranstaltung Freunde zu treffen. Das Prinzip ist einfach: Ein Glas oder eine Flasche Sekt gibt es gegen eine Sende, die in eine große Glasvase geworfen wird. Die Bäckerei Dittmer hatte diesmal jede Menge frische Berliner spendiert, die ebenfalls gegen eine Spende abgegeben wurden. Einige Besucher bringen sich Stehtische mit und suchen sich dann einen schönen Platz im Trubel. „Für uns gehört das hier immer dazu“, sagte Anja Freudenberg, die mit ihrem Mann Dirk und dem befreundeten Ehepaar Synje und Thomas Roesberg anstieß. „Wir bereiten uns hier quasi auf unsere gemeinsame Silvesterfeier vor“, sagte Synje Roesberg.

„Das ist eine richtig klasse Aktion hier“

Unter den Besuchern – über den Vormittag waren es einige Hundert – war auch Bürgermeister Olaf Schulze. „Das ist eine richtig klasse Aktion hier“, sagte er. „Man kann sich treffen, oftmals auch Menschen, die man sonst im hektischen Alltag nur kurz grüßt, und tut obendrein noch etwas für einen guten Zweck“, berichtete er. Fries dankte vor allem seinen vielen Helfern, die teilweise schon seit Jahren dabei sind, um Flaschen zu öffnen, Sekt auszuschenken, Gläser einzusammeln oder diese abzuspülen. „Das ist mein Geesthacht“, lobte der Einzelhändler das Miteinander.