Gegen AfD

Geesthacht: Auch Antifa will friedlich demonstrieren

"Nazis essen heimlich Döner!": Facebook-Profil der Gruppe "Antifa Geesthacht Info", die für Sonnabend zu „Wir gegen Nazis“ aufruft.

"Nazis essen heimlich Döner!": Facebook-Profil der Gruppe "Antifa Geesthacht Info", die für Sonnabend zu „Wir gegen Nazis“ aufruft.

Foto: Screenshot / Facebook

Die Gruppe rechnet für Sonnabend mit 50 Teilnehmern am Oberstadttreff. Polizeidirektion will Vorkehrungen treffen.

Geesthacht. Nach CDU, Grünen, SPD und weiteren Bürgern, die am morgigen Sonnabend am Oberstadttreff gegen die AfD demonstrieren wollen, die dort über „Die AfD im Kulturkampf“ spricht, meldet sich jetzt auch eine Gruppe zu Wort, die sich „Antifa Geesthacht“ nennt. „Auch wenn es diese Partei in den Bundestag geschafft hat, dann nur, weil sie es verschleiert, dass diese Partei wieder Krieg und die damit verbundene Armut möchte“, schreibt sie in einem Aufruf zu einer friedlichen Versammlung. Ein Sprecher der Gruppe teilte gegenüber unserer Zeitung mit, dass er insgesamt von 50 Gegendemonstranten ausgehe.

Polizei wartet noch ab

Die Polizeidirektion Ratzeburg nimmt den Aufruf ernst, bleibt zunächst wegen der überschaubaren Zahl von Facebook-Followern bei der „Antifa“ aber noch entspannt. „Wir haben die Veranstaltung zur Kenntnis genommen, beziehen sie in unsere Lagebewertung ein und werden uns darauf vorbereiten“, sagt Polizeisprecherin Rena Bretsch auf Nachfrage. Aus einsatztaktischen Gründen macht sie keine Angaben zum Stärke, mit der die Polizei im Einsatz sein wird. Grundsätzlich gelte, dass das Hausrecht bei der AfD liege und diese dadurch für die Sicherheitsvorkehrungen verantwortlich sei.