Hochbau

Geesthacht findet keine Firmen für Großbaustelle

Die Bauarbeiten für die Erweiterung der Bertha-von-Suttner-Schule laufen, doch vier Gewerke konnten bisher trotz Ausschreibung noch nicht vergeben werden.

Die Bauarbeiten für die Erweiterung der Bertha-von-Suttner-Schule laufen, doch vier Gewerke konnten bisher trotz Ausschreibung noch nicht vergeben werden.

Foto: Timo Jann

Geesthacht. Für die Arbeiten an der Bertha-von-Suttner-Schule müssen Ausschreibungen wiederholt werden. Hier hatte keine Firma Interesse bekundet.

Geesthacht. Die Bauarbeiten für die Erweiterung der Bertha-von-Suttner-Schule (BvS) liegen im Zeit- und Kostenplan. Das berichtete Kämmerer Heiner Roßmann jetzt im Bauausschuss. Allerdings mussten zwei Ausschreibungen aufgehoben werden. Die Gewerke konnten wegen mutmaßlich überteuerter Angebote nicht vergeben werden. Für zwei Gewerke gab es trotz europaweiter Ausschreibung gar keine Gebote. Nun müssen die Bauleistungen erneut ausgeschrieben werden.

Fließen 900.000 Euro vom Land?

Derweil haben die Betonbauer die erste Erdgeschossdecke des zwölf Millionen Euro teuren Schulbaus betoniert. Auch am zweiten Schenkel des L-förmigen Neubaus stehen erste Wände. Mit den Sommerferien hatten die Bauarbeiten für das teuerste Hochbauprojekt der Stadt seit Jahren begonnen, zum Start des Schuljahres 2020/2021 sollen Schüler und Lehrer den Neubau bereits nutzen können. Danach soll das Bestandsgebäude umgebaut werden. Die fast 900.000 Euro, mit denen das Land den Schulbau fördern will, sind bisher nur zugesagt, aber noch nicht schriftlich bestätigt, hieß es im Ausschuss.

Für 2020 sind weitere Projekte durch den Fachdienst Immobilien vorgesehen, einige Vorhaben laufen noch bis zum nächsten Jahr. Weil der Bescheid für zugesagte Fördermittel von 100.000 Euro zur Erweiterung des Jugend- und Sportlerheims an der Westerheese noch nicht vorliegt, können die Bauarbeiten nicht beginnen.

Ausschreibungen für Sanierungen werden vorbereitet

Die für die Modernisierung der sanitären Anlagen am Otto-Hahn-Gymnasium genehmigten Fördermittel in Höhe von 160.000 Euro müssen jetzt nach Abschluss der Bauarbeiten nachgewiesen werden. Für Brandschutzmaßnahmen und Akustikdecken im Altbau der Silberbergschule stehen ebenfalls Fördermittel von 240.000 Euro zur Verfügung. „Die Ausschreibungen für beide Maßnahmen werden derzeit vorbereitet. Mit den Arbeiten soll im Herbst begonnen werden, und die Fertigstellung ist für Ende 2019 geplant“, so Sylvia Funke vom Fachdienst Immobilien.

Als Projekte für 2020 stehen unter anderem die Erneuerung der Tore in der Grünhofer Feuerwache (30.000 Euro) und Planungskosten in Höhe von 35.000 Euro für einen neuen Heizkreisverteiler der Silberbergschule an. Dafür rechnet die Stadt mit Fördermitteln des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle. 100.000 Euro für die Planung zur Erweiterung der Kita am Heuweg möchte der Fachdienst für 2020 ebenfalls in den Haushalt aufnehmen, und für 40.000 Euro sollen kleinere Umbauarbeiten an der Kita St. Thomas erfolgen.

1,4 Millionen für Bauunterhaltung

Für die Bauunterhaltung aller Gebäude sind Mittel in Höhe von 1,4 Millionen Euro nötig, so die Vorlage für den Bauausschuss, der dieser einstimmig zustimmte. Sylvia Funke regte an, wie für den Zeitraum 2016 bis 2019 im Bereich Schulbau für alle Gebäude der Stadt ein Modernisierungsprogramm aufzulegen. „Damit der komplette städtische Gebäudebestand dem in den vergangenen Jahren gestiegenen Anspruch an einen erhöhten Klimaschutz gerecht wird, soll zeitnah ein Investitionsprogramm für alle Gebäude aufgestellt werden“, teilte Funke mit.