Rettungseinsatz

Geesthacht: Fünf Verletzte bei Unfall auf der B 5

Ein Bild der Zerstörung: Die Unfallstelle an der Bundesstraße 5, Abzweig Krümmel.

Ein Bild der Zerstörung: Die Unfallstelle an der Bundesstraße 5, Abzweig Krümmel.

Foto: Timo Jann

Geesthacht. Ein Rettungswagen und vier Autos waren an dem Unfall beteiligt. Die Straße war zwei Stunden gesperrt.

Geesthacht. Fünf Verletzte und 200.000 Euro Schaden sind die Bilanz eines schweren Verkehrsunfalls am Mittwochnachmittag auf der Bundesstraße 5 bei Geesthacht. Zwischen den Abzweigungen Borsigstraße und Max-Planck-Straße waren ein Rettungswagen (RTW) und vier Autos an dem Unfall beteiligt. Die Straße musste längere Zeit voll gesperrt werden, der Verkehr wurde zwei Stunden lang über Krümmel, Tesperhude und die Elbuferstraße umgeleitet.

Der Unfall ereignete sich gegen 14.30 Uhr, Auslöser war ein normaler Krankentransport. Nach Angaben von DRK-Mitarbeitern war der RTW der Basedower Wache mit einem 79-jährigen Patienten, der zuvor eine Dialysebehandlung im Johanniter-Krankenhaus gehabt hatte, ohne Blaulicht auf dem Weg zur Wohnung des Mannes in Lauenburg. Unterwegs habe sich sein Zustand jedoch verschlechtert, sodass die RTW-Besatzung umdrehte und mit Blaulicht und Martinshorn zum Krankenhaus in Geesthacht zurückkehren wollte.

Ein Lauenburger (22), der mit seiner Mutter (54) in einem Renault Twingo in Fahrtrichtung Lauenburg unterwegs war, bemerkte das rechtzeitig und bremste ab. Das galt jedoch nicht für einen 30-jährigen Handwerker (30), der für einen Bergedorfer Baumarkt arbeitet und in seinem dienstlichen VW Caddy fuhr und auf den 22-Jährigen folgte. Laut Polizei sah der 30-jährige Reinbeker die Bremsleuchten des Twingo zu spät - möglicherweise sei er abgelenkt gewesen.

Der Caddy erfasste den Twingo am Heck, der sich um 180 Grad drehte und auf den Seitenstreifen geschleudert wurde. Anschließend rammte der Kastenwagen frontal den RTW und kam in der Gegenrichtung zum Stehen. In der Folge des Unfalls fuhr zudem ein Dacia Sandero auf ein bremsendes Taxi auf.

Mit schweren Verletzungen wurde der 30-jährige Unfallverursacher ins Krankenhaus eingeliefert. Der RTW-Fahrer, ein 24-jähriger aus Talkau, blieb unverletzt. Das galt jedoch nicht für seinen Kollegen, einen Lütauer (35). Er hatte den Patienten während der Fahrt stehend behandelt und war gestürzt. Der 35-Jährige wurde schwer verletzt, unter anderem mit einem gebrochenen Arm, ins Krankenhaus eingeliefert. Leicht verletzt bliebt der 79-jährige Patient. Bei leichten Verletzungen blieb es auch bei den beiden Insassen des Renault Twingo.

Drei Notärzte und die Besatzungen von fünf Rettungswagen rückten zur Versorgung der Verletzten an. Die Feuerwehr Grünhof-Tesperhude sicherte die Unfallstelle. „Wir haben zwar ein großes Trümmerfeld über zehn Meter, aber zum Glück war niemand in seinem Fahrzeug eingeklemmt“, sagte Feuerwehrchef Jan Andersen. Glück auch, dass im VW Caddy kein Beifahrer saß. Durch Metallstangen, die durch den Aufprall nach vorne schleuderten, hätte dieser sonst wohl schwerste Verletzungen erlitten.

Für die Rettungs- und Aufräumarbeiten sperrte die Polizei die Bundesstraße längere Zeit voll. Der Feierabendverkehr quälte sich deshalb durch Krümmel. Mehrere Fahrzeuge mussten abgeschleppt werden, außerdem mussten die Fahrbahn von Öl und Farbe gereinigt werden.