Anbau

Bertha-von-Suttner-Schule: Betonsohle liegt bereits

Der Erweiterungsbau der Geesthachter Bertha-von-Suttner-Schule wächst jetzt deutlich sichtbar. Schon nach den Sommerferien 2020 soll der Anbau bezogen werden können.

Der Erweiterungsbau der Geesthachter Bertha-von-Suttner-Schule wächst jetzt deutlich sichtbar. Schon nach den Sommerferien 2020 soll der Anbau bezogen werden können.

Foto: Timo Jann

Geesthacht. Am Dösselbuschberg wächst eine Schule in die Höhe – genauer gesagt, der Anbau der Bertha-von-Suttner-Schule für zwölf Millionen.

Geesthacht.  Acht Wochen nach Baubeginn wächst der Anbau an der Bertha-von-Suttner-Schule (BvS) in der Oberstadt nun sichtbar in die Höhe. Die Betonsohle für den Anbau ist fertiggestellt, die Arbeiter haben begonnen, erste Stahlbetonwände zu errichten. Wie berichtet, wird der Baukörper primär aus vorgefertigten Holzelementen errichtet, doch tragende und aussteifende Teile werden aus Stahlbeton gebaut.

Rathaus: Wir sind im Zeitplan

„Aktuell sind wir im Zeitplan“, entgegnet Rathaussprecher Torben Heuer Sorgen von Eltern und Schülern, der Anbau könne nicht wie geplant zum nächsten Schuljahresbeginn fertig sein. Auch der Kostenrahmen – kalkuliert sind zwölf Millionen Euro – werde wohl eingehalten, sagt Heuer: „Wir haben jetzt die letzten Aufträge vergeben und sind im Kostenplan.“

Im Februar war der Baumbestand vom Baufeld gerodet worden, zu Beginn der Sommerferien hatten dann die eigentlichen Bauarbeiten begonnen. In elf Monaten – die Verwaltung spricht offiziell von „Sommer 2020“ – soll das Projekt bezugsfertig sein.

Schüler müssen Einschränkungen in Kauf nehmen

Für die Schüler der BvS und der benachbarten Grundschule in der Oberstadt (GidO) bedeuten die Bauarbeiten einige Einschränkungen. Es ist laut und der BvS-Schulhof wurde massiv verkleinert, um die Baustelle einrichten zu können. „Mit den Einschränkungen leben wir gerne, denn jetzt ist unübersehbar, dass sich etwas tut“, erklärt BvS-Leiter Kai Nerger.

Für seine Schule soll der Anbau einen Schub bringen. Raus aus der beengten Situation, der schon mit früheren Containerunterkünften für Flüchtlinge begegnet wird. „Das pädagogische Konzept für den Neubau steht und wird weiter vertieft. Wir sind hoch zufrieden, wie die Architekten unsere Vorstellungen umgesetzt haben“, so Nerger.

Noch keine Arbeiten am Hang

Zusätzlich zu dem Längsriegel, der gerade entsteht, soll ein Querriegel dem Baukörper seine L-Form bringen. Dieser soll sich stufig den Hang zum Schulweg hinaufziehen – Bauarbeiten laufen in diesem Bereich aber noch nicht.

In einem zweiten Bauabschnitt soll der Altbau der früheren Realschule am Dösselbuschberg den neuen Rahmenbedingungen angepasst werden. „Der Baukörper ist von seiner Substanz und seinen Möglichkeiten viel besser, als man denkt“, sagt Schulleiter Nerger.

Entstehen soll im Neubau ein neues Lehrerzimmer, der alte Verwaltungstrakt kann dann umgenutzt werden – dank Leichtbauwänden zwischen tragenden Stützen sei das baulich kein allzu großer Akt.