Seglervereinigung

Großbrand zerstört Halle der Geesthachter Segler

40 Feuerwehrleute rückten an, um die Flammen zu löschen.

40 Feuerwehrleute rückten an, um die Flammen zu löschen.

Foto: Timo Jann

Geesthacht. Die Bootshalle der Geesthachter Seglergemeinschaft ist Dienstagnachmittag komplett niedergebrannt.

Ein Großbrand hat am Dienstagnachmittag das Bootslager der Segler-Vereinigung Geesthacht (SVG) in der Hafencity zerstört. Mehrere Boote und Traktoren fielen den Flammen zum Opfer. Eine schwarze Rauchwolke war über der Stadt zu sehen, als gegen 14.50 Uhr die Feuerwehr alarmiert wurde. Ursprünglich waren die Feuerwehrleute zehn Minuten zuvor zu einer unklaren Rauchentwicklung an der Steinstraße alarmiert worden.

„Beim Eintreffen unseres ersten Fahrzeugs stand die Bootshalle bereits in Vollbrand“, berichtete Einsatzleiter Heiko Brett. Der stellvertretende Wehrführer koordinierte mit Zugführer Ingo Schwarz den Einsatz der 50 Feuerwehrleute aus Geesthacht und Grünhof-Tesperhude, die später zur Unterstützung dazu kamen. Für die Wasserversorgung von einem Hydranten musste die Steinstraße zwischen Baustraße und Düneberger Straße durch die Polizei gesperrt werden.

Boot von Sprengmeister Peter Bodes zerstört

„Ich fasse es nicht, ich bekomme die Krise“, sagte Peter Bodes. Eigentlich hat er als Leiter des Kampfmittelräumdienstes die Ruhe weg – doch in der Lagerhalle verbrannte sein sieben Meter langes Spezialschlauchboot, das er mit in den Urlaub nach Kroatien nehmen wollte. Und: Vor drei Jahren war das Haus des wassersportbegeisterten Sprengmeisters im Verschwisterungsviertel abgebrannt.

Die meisten SVG-Mitglieder hatten indes Glück. „Viele Boote sind zur Saison natürlich im Wasser“, sagte Hauke Haberlandt, der Vorsitzende des Vereins. „Wir sind tief erschüttert, noch ist unklar, wie das passieren konnte. Ich bin aber froh, dass niemand zu Schaden gekommen ist“, erklärte er. Und: „Die Jollen für unsere Jugendarbeit sind zum Glück nicht betroffen.“ Neben mehreren Booten wurden jedoch auch drei Traktoren und einige Bootstrailer zerstört.

Segler müssen Hafencity Platz machen

Die Feuerwehrleute setzten fünf Strahlrohre ein, um das Feuer zu bekämpfen. „Wir hatten Schwierigkeiten, an alle Brandnester zu gelangen, weil durch die Bauweise mit Stahlträgern und dünnen Holzbalken schnell ein Teil eingestürzt war“, erläuterte Einsatzleiter Brett. Die Rückwand aus Trapezblech musste aufgesägt werden.

Die Segler der SVG hätten demnächst ihr angestammtes Quartier mit Bootslager und Vereinsheim ohnehin räumen müssen, sie sollen Platz machen für Geesthachts wachsende Hafencity. In einem Neubau ist ihr künftiges Domizil geplant. Die Kripo hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.