Statt Züblin-Verkauf

Grüne wollen altes Bauhof-Areal WoGee übertragen

Um diesen Grundstücksteil entlang der alten Hallenstraße, wo eingeschossige Bauhofaltbauten stehen, geht es bei den Neubauplänen. 

Um diesen Grundstücksteil entlang der alten Hallenstraße, wo eingeschossige Bauhofaltbauten stehen, geht es bei den Neubauplänen. 

Foto: Timo Jann

Geesthacht. Das Grundstück in der Hafencity soll laut den Grünen in städtischer Hand bleiben. WoGee solle sich selbst passende Baufirma suchen.

Geesthacht.  Nachdem Finanz- und Planungsausschuss in nicht-öffentlicher Sitzung Bürgermeister Olaf Schulze (SPD) mehrheitlich den Auftrag erteilt haben, mit dem Baukonzern Züblin über den Verkauf eines städtischen Grundstücks an der Steinstraße zu verhandeln (wir berichteten), meldeten sich am Sonnabend die Grünen zu Wort. Sie fordern, das Areal der städtischen Wohnraumentwicklungsgesellschaft (WoGee) zu übertragen.

Antrag soll im Juni eingebracht werden

Die Fläche ist Teil des ehemaligen Bauhofareals. Dort, wo Wohnbauten entlang der ehemaligen Hallenstraße angedacht sind, stehen aktuell noch eingeschossige Bauhof-Altbauten. Der Baukonzern Züblin, der direkt nebenan aktuell 244 Wohnungen baut, würde hier gerne 140 weitere Wohnungen realisieren.

Die Grünen wollen das Thema bei der Finanzausschusssitzung am 17. Juni aufgreifen, wo die Stadtverwaltung voraussichtlich einen neuen Zwischenstand der Verhandlungen mit Züblin präsentieren wird. Aus Geesthachter Sicht sei es Unsinn, das letzte städtische Grundstück auf dem Gebiet der Hafencity aus der Hand zu geben, betont Grünen-Fraktionschef Ali Demirhan.

Auch Realisierung durch Züblin sei denkbar

Es sei viel sinnvoller, die Neubauten über die WoGee zu planen: „Diese würde den Auftrag dann öffentlich ausschreiben und wenn Züblin den gewinnen sollte, ist das vollkommen in Ordnung. Wir haben die Firma Züblin als sehr verlässlichen Partner kennengelernt“, sagt Demirhan. Und: „Durch die WoGee könnten dort mehr Sozialwohnungen entstehen, die langfristig durch die kommunale Verankerung abgesichert sind.“ Der Grünen-Fraktionschef geht davon aus, dass der Antrag, den Grundstücksteil an die WoGee zu übertragen, letztlich auch in der Ratsversammlung eine Mehrheit finden werde.