Hafencity

Bergedorf-Bille investiert erstmals in Geesthacht

Die Lauenburgische Landeszeitung darf in der Zeitkapsel des Grundsteins nicht fehlen: Marko Lohmann (Geschäftsführer Bergedorf-Bille), Gerrit M. Ernst (Geschäftsführer Nord Project Immobilien) und Olaf Dose (Leiter Projektmanagement bei der Ed. Züblin AG, v.li.) am Donnerstag bei der Grundsteinlegung.

Die Lauenburgische Landeszeitung darf in der Zeitkapsel des Grundsteins nicht fehlen: Marko Lohmann (Geschäftsführer Bergedorf-Bille), Gerrit M. Ernst (Geschäftsführer Nord Project Immobilien) und Olaf Dose (Leiter Projektmanagement bei der Ed. Züblin AG, v.li.) am Donnerstag bei der Grundsteinlegung.

Foto: Gerrit Pfennig / BGZ

Geesthacht. Die Genossenschaft übernimmt 105 Wohnungen. „Das ist der Hammer, was Sie machen!“, lobt der Geschäftsführer Marko Lohmann.

Geesthacht.  Das ist eine Überraschung in Immobilienkreisen: Die Baugenossenschaft Bergedorf-Bille investiert erstmals in Geesthacht. Sie übernimmt 105 der 244 Wohnungen, die der Baukonzern Züblin an der Steinstraße mit seinem Projekt „Elbterrassen II“ realisiert, und wird diese anschließend an Genossenschaftsmitglieder vermieten.

Genossenschaft kann sich weitere Investitionen vorstellen

Bille-Geschäftsführer Marko Lohmann sprach am Donnerstag bei der Grundsteinlegung das „Bündnis für das Wohnen Hamburg“ an. Hiervor brauche sich Geesthacht nicht zu verstecken: „Das, was Sie hier gemacht haben, ist der Hammer!“, betonte Lohmann. Er freue sich „riesig“, an diesem Projekt beteiligt zu sein und könne sich auch vorstellen, hier weiter zu wachsen. Er könne sich auch nicht erklären, warum die Bergedorf-Bille nicht längst in Geesthacht vertreten ist, so Lohmann.

Die Geschichte der Genossenschaft reicht bis in die 1920er-Jahre zurück. Aktuell hat sie einen Bestand von etwa 9000 Wohnungen und weitere 400 in Planung – darunter gut 90 Wohnungen am Bergedorfer Tor. Auch in der Hamburger HafenCity, dem Vorbild für Geesthachts Hafencity, hat „die Bille“ Wohnungen. Inzwischen sei es 18 Jahre her, dass die Genossenschaft hier investiert habe, so Lohmann, und damals hätten viele nicht an das Großprojekt geglaubt. Umso begeisterter sei er von Geesthachts Hafencity. Er gehe von einer positiven Entwicklung aus – insbesondere auch durch Veranstaltungen wie „Musik am Hafen“, die ausstrahlen.

61 Wohnungen für 5,95 Euro kalt

Gerrit M. Ernst, Geschäftsführer von Nord Project Immobilien, erinnerte an den Geburtstag des Grundgesetzes: „Gerade heute kommt das Grundrecht auf Wohnen ins Wanken.“ Er sei deshalb froh, mit seinem Unternehmen die 72 Wohnungen zu übernehmen, die direkt an der Steinstraße entstehen. 61 hiervon sind Sozialwohnungen nach dem ersten Förderweg, deren Mietpreisbindung (5,95 Euro kalt pro Quadratmeter) für 20 Jahre gilt. Die weiteren elf werden frei finanzierte Mietwohnungen. Nord Project gehört zur Moses Mendelssohn Stiftung und hat nach eigenen Angaben aktuell 450 Sozialwohnungen in Planung.

67 Eigentumswohnungen mit Elbblick

Neben den Mietwohnungen entstehen am Wasser zudem 67 Eigentumswohnungen mit zwei bis vier Zimmern und 58 bis 110 Quadratmeter Wohnfläche. Die Preise starten bei 215.000 Euro und reichen bis 500.000 Euro (Penthouse). Die Vermarktung läuft über Sparda Immobilien.