Schule

Für zwölf Millionen Euro: So soll der BvS-Anbau aussehen

Erstmals wurden im Geesthachter Bauausschuss Pläne und ein Modell für den geplanten Anbau an der Bertha-von-Suttner-Schule (BvS) vorgestellt. Das Projekt soll 12 Millionen Euro kosten.

Erstmals wurden im Geesthachter Bauausschuss Pläne und ein Modell für den geplanten Anbau an der Bertha-von-Suttner-Schule (BvS) vorgestellt. Das Projekt soll 12 Millionen Euro kosten.

Foto: Timo Jann

Geesthacht. Es ist das teuerste Projekt der Stadt: Die Verwaltung stellte jetzt erstmals die Erweiterung der Bertha-von-Suttner-Schule vor.

Geesthacht. Ein Verwaltungstrakt mit Lehrerzimmern, eine über drei Ebenen führende Bibliothek, dezentrale Sanitärräume, dazu einige Fachräume und ein Extra-Trakt für die Oberstufe: Für geschätzt zwölf Millionen Euro lässt die Stadt diese Erweiterung der Bertha-von-Suttner-Schule (BvS) am Dösselbuschberg realisieren.

Reichen 12 Millionen Euro?

Morgen soll die Eröffnung der Angebote erfolgen – dann steht fest, was das Projekt genau kosten wird. Erstmals wurde der Entwurf mit baulichen Aspekten jetzt im Bauausschuss präsentiert, bisher hatte nur der Schulausschuss über Raumkonzepte beraten. Für Änderungswünsche ist es zu spät, schon nach den Sommerferien 2020 soll der Anbau bezogen werden.

2000 Quadratmeter Nutzfläche

Eine Arbeitsgemeinschaft der Planungsbüros Trapez, Schreyer sowie Heinze-Stockfisch-Grabis hat den Anbau mit fast 2000 Quadratmetern Nutzfläche konzipiert. Ursprünglich sollten die Schulgebäude am Dösselbuschberg (Gemeinschaftsschule) und am Schulweg (Grundschule) durch den Bau miteinander verbunden werden. Doch seit 2017 sind beide Schulen wieder getrennt, der Neubau wird nun nur an die BvS angebunden.

In Workshops mit Lehrern und Schülern wurden im Vorfeld Bedarf und Wünsche ermittelt. Herausgekommen ist ein L-förmiger Baukörper mit zwei Schenkeln. Entlang einer Treppe, die vom Schulhof zum Schulweg führt, wird der Hauptbaukörper entstehen.

Neue Bibliothek als Herzstück

„Herzstück wird eine großzügige Bibliothek, die sich der Natur anpasst und über drei Ebenen hoch schlängelt“, erklärte Architektin Dorothea Wirwall.

Lernzentren bieten Raum für Gruppenarbeit. Fachräume für Musik und Medien, ein Raum für „Deutsch als Zweitsprache“ und ein 100 Quadratmeter großer Mehrzweckraum sind neben und über der Bibliothek geplant. Im zweiten Obergeschoss entstehen Klassenräume für die Oberstufe.

Erweiterung nach oben ist möglich

Den zweiten Gebäudeflügel wird im Erdgeschoss die Verwaltung beziehen, darüber werden Lehrerzimmer angeordnet. Perspektivisch ließe sich dieser Gebäudeteil durch ein zweites Obergeschoss erweitern – Platz für vier weitere Klassenzimmer. „Farblich wollen wir innen einige Akzente setzen“, sagte Wirwall.

Säulen und Treppenhauswände aus Stahlbeton sowie Flachdecken aus Beton bilden das tragende Gerüst des Baus. Die Fassade soll in vormontierter Holzrahmenbauweise errichtet werden. „Wir haben einen straffen Zeitplan, nur durch die Holzrahmenbauweise schaffen wir das“, sagte Wirwall. Das System habe ihr Büro aber bereits mehrfach ähnlich umgesetzt.

Fernwärme und Fotovoltaik

Die Fassade soll mit Zink verkleidet werden, zu öffnende Elemente sorgen für eine Nachtauskühlung im Sommer und Fernwärme im Winter für die Heizung. Auf dem Dach ist auf 240 Quadratmeter eine Fotovoltaikanlage vorgesehen.

Voraussichtlich im Mai sollen die Bagger für die nötigen Erdarbeiten anrücken. Das Baufeld wurde bereits im Februar gerodet.