Trasse

60 Vorschläge zur geplanten Fahrradautobahn

Dieser 26 Kilometer lange und bis zu 3,6 Kilometer breite Planungskorridor zwischen Rothenburgsort und Geesthacht wird für die Machbarkeitsstudie zum Radschnellweg betrachtet. 60 Vorschläge wurden zu der interaktiven Karte online eingebracht.

Dieser 26 Kilometer lange und bis zu 3,6 Kilometer breite Planungskorridor zwischen Rothenburgsort und Geesthacht wird für die Machbarkeitsstudie zum Radschnellweg betrachtet. 60 Vorschläge wurden zu der interaktiven Karte online eingebracht.

Foto: Metropolregion Hamburg

Geesthacht/Bergedorf. Vier Wochen konnten Bürger online Vorschläge zum Radschnellweg Geesthacht-Hamburg machen – nun liegen Ergebnisse vor.

Geesthacht/Bergedorf. Vier Wochen lang hatten Bürger das Wort: Aufgerufen von der Metropolregion Hamburg sollten sie zu dem geplanten Radschnellweg zwischen Geesthacht und Hamburg ihre Meinung abgeben. Jetzt ist die Online-Befragung beendet – und die Organisatoren sind zufrieden.

„Wir haben sehr sachliche Kommentare erhalten, damit müssen sich jetzt die Fachleute befassen“, zieht Marion Köhler, Pressesprecherin der Metropolregion, am Montag eine erste Bilanz. Untersucht werden in einer Machbarkeitsstudie per mehrstufigem Verfahren aktuell acht Radautobahnen, die sternförmig das Radwegenetz in der Metropolregion ergänzen sollen.

Zu zwei von acht Korridoren fehlt Befragung noch

Eine von ihnen ist eine rund 30 Kilometer lange Verbindung zwischen Geesthacht und Hamburg: Sie soll in den Bezirken Bergedorf und Mitte auf andere geplante Radschnellwege treffen – das ist eine der wenigen Vorgaben.

Hinweise, welcher Trassenverlauf sinnhaft ist, erhoffen sich die Planer auch von der Online-Befragung. Per interaktiver Karte konnten Bürger Anmerkungen zum Untersuchungskorridor machen, der in Hamburg-Rothenburgsort, etwas westlich von der S-Bahn-Haltestelle „Tiefstack“ beginnt, und am Geesthachter Pumpspeicherbecken endet. Kommentare zu fünf Themenfeldern waren möglich: „Streckenführung und Ziele“, „Fahrkomfort und Attraktivität“, „Querungen und Barrieren“, „Konflikte mit anderen Verkehrsteilnehmern“ sowie „Sonstige“.

60 Hinweise zu Geesthacht-Hamburg einsehbar

Eingegangen sind laut Metropolregion bisher mehr als 750 Hinweise. Diese Zahl bezieht sich allerdings auf alle sechs Strecken, zu denen die Online-Befragung bisher abgeschlossen ist. Die Online-Beteiligungen zu den Strecken Wismar-Schwerin und Ahrensburg-Hamburg stehen noch aus. Zur Route Hamburg -Geesthacht sind unter http://metropolregion.hamburg.de/rsw-geesthacht-hh 60 Kommentare einsehbar.

Ein Schreiber – die Kommentare konnten ohne Anmeldung verfasst werden, sind daher anonym – macht sich etwa Sorgen um die Anbindung des Radschnellweges ans Geesthachter Radwegenetz. Er schlägt vor, die bestehende Fahrradstraße im Stadtzentrum zu verlängern.

Bürger wollen Fahrradboxen und Anbindung an Fahrradstraße

Ein anderer Kommentator mahnt, dass die Planer auch an die Anbindung der Radautobahn an den ÖPNV sowie sichere Abstellmöglichkeiten für Räder an Bushaltestellen denken sollten. Besonders wichtig sind ihm dabei „neuralgische Bushaltestellen entlang des Wegs“, zum Beispiel Besenhorst oder Schäferstrift.

Möglich wären, so sein Vorschlag, Fahrradboxen mit Videoüberwachung und E-Bike-Ladestationen. Wunsch: „Auch teurere Räder sollen sicher für mehrere Stunden abgestellt werden können.“

Mehrere Befürworter hat ein Trassenverlauf entlang der bestehenden Schienen der Karoline: Dort sei der Untergrund recht eben und die Fahrstrecke kurz.

Nach Online-Beteiligung kommen Workshops

„Es ist gut, erstmal alle Sorgen und Nöte auf dem Tisch zu haben“, sagt Marion Köhler und betont, die Bürgerbeteiligung ist noch nicht abgeschlossen: Für jeden der Korridore werden noch Workshops in Orten durchgeführt, die an der jeweiligen Trasse liegen. In Geesthacht wird es voraussichtlich im Frühsommer soweit sein.