Schaufenster Geesthacht

Streit bei der WVG: Ist die Messe in Gefahr?

Zwischen ihnen verläuft ein tiefer Riss: Jürgen Wirobski (li.), Vorsitzender der Wirtschaftlichen Vereinigung Geesthacht (WVG), und der bisherige „Schaufenster“-Cheforganisator Thomas Nowottnick.

Zwischen ihnen verläuft ein tiefer Riss: Jürgen Wirobski (li.), Vorsitzender der Wirtschaftlichen Vereinigung Geesthacht (WVG), und der bisherige „Schaufenster“-Cheforganisator Thomas Nowottnick.

Foto: Timo Jann / BGZ

Geesthacht. Der bisherige Organisator Thomas Nowottnick legt seine Ämter nieder. WVG-Chef Wirobski soll Messe übernehmen.

Geesthacht.  Dicke Luft bei der Wirtschaftlichen Vereinigung Geesthacht (WVG): Schatzmeister und Messe-Organisator Thomas Nowottnick ist mit sofortiger Wirkung von seinen Ämtern zurückgetreten. Und es sind keine fünf Monate mehr bis zur Messe „Schaufenster Geesthacht“ am 3. und 4. August – zum zweiten Mal in der Alfred-Nobel-Schule (ANS). Am 2. April trifft sich die WVG planmäßig zur Mitgliederversammlung, dort sollen Ämter neu besetzt und Aufgaben neu verteilt werden.

Wirobski: „Es menschelt halt überall mal“

„Es gab ein paar Unstimmigkeiten zwischen mir und dem Ersten Vorsitzenden“, begründet Nowottnick seine Entscheidung. Der Vorsitzende der WVG ist Jürgen Wirobski. Der meint, er möchte „keine schmutzige Wäsche waschen“ und eigentlich gar nichts zu dem Thema sagen. „Es menschelt halt überall mal“, so Wirobski. Er nennt es einen „Ausstieg des Schatzmeisters“. Wirobski: „Die Vorgeschichte ist kompliziert.“

War die Zusammenarbeit „zu anstrengend“?

Nowottnick macht derweil kein Geheimnis aus der Vorgeschichte, die zum Eklat führte: „Es war dem Vorsitzenden angeblich zu anstrengend, mit mir zusammenzuarbeiten. Da wurden auf der letzten Vorstandssitzung dann plötzlich zwei Kandidaten für das Amt des Schatzmeisters bei der anstehenden Wahl präsentiert.“ Gegen die Kandidatur anderer Interessierter habe er gar nichts, das sei demokratisch. „Aber die Art, wie mit mir umgegangen wurde, die geht einfach nicht“, sagt Thomas Nowottnick. Jörg Zimmer und Veronika Simon als Zweite und Dritte Vorsitzende der WVG halten sich bedeckt zu den Hintergründen, die zu dem Streit führten. „Die Stimmung ist gerade nicht so gut. Es kam eins zum anderen, ich kann Herrn Nowottnick verstehen“, gibt Veronika Simon zu.

WVG-Chef hat „Schweißperlen“ auf der Stirn

Und so steht die WVG jetzt kurz vor der Messe vor einem Neustart. „Nächste Woche gehen die Einladungen an die Aussteller raus. Da müssen wir im Vorstand alle etwas mehr anpacken“, erklärt Jürgen Wirobski. Er räumt ein, dass ihm das „Schweißperlen auf die Stirn treibe“, aber er spüre Unterstützung. „Ich denke, wir bekommen das in den Griff“, meint auch Veronika Simon zur Messeplanung. Wirobski soll die Organisation übernehmen. Paul Apel dementierte dagegen ein Gerücht, wonach er sich die Aufgabe mit Jürgen Wirobski teilen würde. Apel gehörte einst zu den Initiatoren des „Schaufenster“. Die Gewerbeschau war damals eine der ersten ihrer Art im Lauenburgischen.