Besenhorst

Jetzt hat Geesthacht ein „Gespensterschloss“

Blickt aus leeren Höhlen in Richtung Stadtwald: Das Haus Besenhorst Nr. 12

Blickt aus leeren Höhlen in Richtung Stadtwald: Das Haus Besenhorst Nr. 12

Foto: Gerrit Pfennig / BGZ

Geesthacht. Die Elbestadt ist um einen potenziellen Drehort reicher. Das Haus muss erst später der Siedlung „Weidentrift“ weichen.

Geesthacht.  Es wäre eigentlich die perfekte Szenerie für einen Gruselfilm: Mitten auf der Brachfläche an der Straße Besenhorst steht ein einsames, altes Wohnhaus, das aus leeren Höhlen Richtung Stadtwald blickt. Aus einem Fenster des grün verputzten Hauses hängt im Obergeschoss ein langer Vorhang heraus, der sich bedrohlich im Wind bewegt. Steht hinter ihm etwa ein Gespenst, das nur darauf wartet, den ersten Passanten zu erschrecken? Berichte über solche Vorfälle gibt es bislang nicht, aber wer weiß...

Abriss von Wohnhäusern folgt später

Geesthachts „Mini-Gespensterschloss“ bietet viel Raum für Fantasie – zumindest noch eine Weile, denn das kleine Häuschen bleibt zunächst noch vom Abrissbagger verschont. „Die Häuser Nummer 10 und 12 bleiben noch stehen, sie mussten wir für den ersten Bauabschnitt nicht abreißen“, erläutert Sabine Feldmann, Projektleiterin bei Bonava.

Der Projektentwickler will auf dem Gelände insgesamt 154 Wohneinheiten bauen. Die meisten davon sollen als Einfamilienhäuser entstehen – dazu gehören Doppelhaushälften, Reihenhäuser und freistehende Häuser. Für den ersten Bauabschnitt auf der westlichen Seite des drei Hektar großen Grundstücks waren rund um Besenhorst Nr. 14 die ehemaligen Stallungen und andere Gebäude abgerissen worden. Das Wohnhaus des ehemaligen Grundstücksbesitzers wird auch nach Fertigstellung des Projekts „Weidentrift“ stehen bleiben.

Erdarbeiten sollen im Mai beginnen

Seit den Abrissarbeiten ruhen die Arbeiten schon seit zwei Wochen auf dem Areal. Auch der Bonava-Infopunkt ist oft geschlossen. „Wir öffnen ihn mittwochs von 15 bis 18 Uhr und sonntags von 14-16 Uhr, sind aber täglich über unsere Hotline zu erreichen“, betont Sabine Feldmann. In der nächsten Woche werde sich Bonava mit der Geesthachter Stadtverwaltung noch zu Feinabstimmungen hinsichtlich des Bebauungsplans treffen. „Wir gehen davon aus, dass die ersten Erdarbeiten im Mai beginnen werden“, so Feldmann.

11 Häuser sind verkauft, drei reserviert

Beim Vertrieb seiner Häuser geht der Projektentwickler stückchenweise vor. So seien bislang 19 Häuser (Doppelhaushälften und freistehende Häuser) auf dem Markt, von denen bereits elf verkauft und drei weitere reserviert seien. Als nächstes sollen nun 14 Doppelhaushälften eines anderen Typs vermarktet werden. „Der Vertrieb des Geschosswohnungsbaus soll ab Mai beginnen“, fügt Feldmann hinzu. So ist direkt an der Straße ein zweigeschossiges Mehrfamilienhaus mit Staffelgeschoss geplant. Es wird an der Stelle aufgebaut, wo heute der Bonava-Infopunkt steht, der deshalb weiter nach Osten versetzt werde – direkt neben das „Spukhaus“ Nummer 12.

Bonava will bis zur geplanten Fertigstellung 2022 seinen Kunden ein „Wohnumfeld schaffen, in dem sich alle wohlfühlen“. Bis an dieser Stelle das pralle Leben einzieht, dürfen sich alle aber noch ein bisschen gruseln, wenn sie sich das „Gespensterschloss“ anschauen.