„Kompetenzgerangel“

ADFC kritisiert schleppenden Radwegebau an der Kreisstraße 63

Geesthacht.  Die Geesthachter Ortsgruppe des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) hat jetzt Stellung zu den Ausbauplänen an der Kreisstraße 63 bezogen. Wie berichtet, ist die Kreispolitik mehrheitlich dafür, die Straße zwischen Freizeitbad und Krümmel auszubauen und um einen Radfahrstreifen auf der Fahrbahn zu erweitern – allerdings nur, wenn die Stadt Geesthacht im Gegenzug die komplette K 63 auf Stadtgebiet übernimmt. Dem wiederum widersprechen Stadtverwaltung und Politiker aus Geesthacht mehrheitlich.

„Wir hoffen, dass sich der notwendige Ausbau der K 63 nicht durch politisches Kompetenzgerangel verzögert. Dafür könnten wir kein Verständnis aufbringen“, teilt Jürgen Ziemer vom ADFC mit. Grundlegend begrüße die Ortsgruppe aber „die Bereitschaft des Kreises, endlich die K 63 so auszubauen, dass auch Fahrradfahren zu einer sicheren Fortbewegung auf der Elbuferstraße wird“. Nach „über 20 Jahren der Vernachlässigung des Fahrradverkehrs“ sei das eine gute Nachricht. Die schlechte Nachricht seien jedoch die Bedingungen, die der Kreis an den Ausbau knüpfe.

Aus Sicht des ADFC ist es nicht nachvollziehbar, dass die Stadt Geesthacht die Kreisstraße als Gemeindestraße übernehmen solle. „Für den ADFC Geesthacht ist die K 63 Bestandteil des Elberadweges und hat damit eine übergeordnete Bedeutung für den gesamten Landkreis“, so Ziemer. Nach Einschätzung des ADFC sei es damit ohnehin Aufgabe des Kreises, diesen Radweg herzustellen.

Der Kreistag hatte im September 2018 den Landrat Dr. Christoph Mager (CDU) beauftragt, Gespräche mit der Stadt über Sanierung und Übernahme zu führen. Die Stadt fürchtet allerdings hohe Unterhaltskosten.