Westerheese

Anbaupläne fürs Sportlerheim hängen an Zuschuss

Die beiden Fenster (rechts) in der jetzigen Außenwand sollen zu Türen in die geplanten beiden neuen Räume des Sportler- und Jugendheims werden.

Die beiden Fenster (rechts) in der jetzigen Außenwand sollen zu Türen in die geplanten beiden neuen Räume des Sportler- und Jugendheims werden.

Foto: Timo Jann

Geesthacht. Lange haben sie diskutiert – jetzt hat die Politik das Geld für die Erweiterung des Jugend- und Sportlerheims freigegeben.

Geesthacht.  230.000 Euro für 38 Quadratmeter Fläche in zwei Mehrzweckräumen. Für dieses Projekt zur Erweiterung des Sportler- und Jugendheims an der Westerheese in Grünhof-Tesperhude gaben der Bau- und der Sozialausschuss jetzt grünes Licht.

Die Verwaltung hatte es zunächst versäumt, das Vorhaben den Fachgremien zu präsentieren. Der Finanzausschuss hatte die nötige Investitionssumme Ende vergangenen Jahres darum im Haushalt für 2019 mit einem Sperrvermerk versehen.

Auch Modernisierung verschlingt Geld

Nachdem das Thema bereits mehrfach in Fachausschüssen auf der Agenda stand, gab es im Bauausschuss aufgrund der für das geplante Raumvolumen ungewöhnlich hohen Baukosten zahlreiche Nachfragen der Politiker.

„Wir haben da einen schwierigen Bau im Bestand“, versuchte Birgit Riepenau vom Fachdienst Immobilien des Rathauses den Politikern die Kosten zu erklären. Ihre Argumentation: Es handele sich nicht nur um einen Anbau, wie zunächst vermutet, sondern auch um Modernisierungsmaßnahmen im Bestand. So soll für 24.000 Euro eine LED-Beleuchtung installiert werden, 62.000 Euro sind für eine mobile Trennwand kalkuliert.

104.000 Euro für 38 Quadratmeter

Die beiden anzubauenden Räume würden tatsächlich nur 104.000 Euro kosten, wie eine Präsentation von Birgit Riepenau aufzeigte. Die Planung sieht vor, dass vom großen Saal zwei Fenster zu Türen umgebaut werden, um so die beiden 14 und 24 Quadratmeter großen Räume erschließen zu können. Zudem sind für beide Räumen eigene Zugänge von außen vorgesehen.

Rüdiger Tonn (FDP) wünschte sich zusätzlich noch eine Terrassenüberdachung. Karla Rohde (SPD) fürchtete angesichts der vorgeschlagenen Raumgrößen, dass diese nur bessere Abstellräume würden.

Karl-Hermann Rosell (CDU) erklärte den langen Diskussionsbedarf im Bauausschuss mit dem Hinweis, dass das Gremium nicht nur die Funktionalität der Räume, sondern beispielsweise auch die Bautechnik im Blick habe.

Volker Samuelsson (Bürger für Geesthacht) kritisierte allgemein die hohen Kosten. „230.000 Euro dafür kann ja wohl nicht sein“, meldete sich Sozialausschussvorsitzender Hartmuth Döpke (SPD) aus dem Publikum zu Wort.

Verwaltung will „Kosten drücken“

Birgit Riepenau merkte nach den kritischen Stimmen an: „Ich werde alles versuchen, die Kosten noch zu drücken.“ Unter anderem wird auf einen Zuschuss der Aktivregion Sachsenwald-Elbe gehofft, der bis zu 100.000 Euro bringen könnte. Unter dem Vorbehalt, dass das Geld der Europäischen Union fließt, stimmten die Politiker dem Projekt zu.