4G-Technik

Herzogtum Lauenburg: Große Investitionen in Mobilfunkmasten

In Hamburg arbeiten zwei Männer an einem Mobilfunkmast (Symbolbild).

In Hamburg arbeiten zwei Männer an einem Mobilfunkmast (Symbolbild).

Foto: Daniel Reinhardt / dpa

Geesthacht. Die Netzbetreiber setzen Selbstverpflichtung um. Dutzende neue Anlagen im Kreis geplant – wie Geesthacht und Tesperhude.

Geesthacht.  Deutschland diskutiert über die Ausschreibung der 5 G-Technik, da hinkt der aktuelle Mobilfunkstandard 4 G (LTE) noch hinterher. Die drei deutschen Netzbetreiber haben sich selbst verpflichtet, bis 2020 eine Abdeckung von 99 Prozent der Haushalte zu erreichen – und dem Ziel wollen sie jetzt vor allem in unserem Gebiet näher kommen.

20 neue O2-Masten im Kreis

Telefónica/O2 hat nach eigenen Angaben 2018 bereits drei zusätzliche LTE-Masten im Kreis Herzogtum Lauenburg aufgebaut. 17 weitere sind geplant – darunter sind voraussichtlich Lauenburg, Geesthacht (inklusive Tesperhude), Wentorf, Dassendorf, Schwarzenbek (mit Sahms), Aumühle und Schnakenbek. Es handele sich hierbei jedoch um einen aktuellen Planungsstand, der sich noch durch interne und externe Einflüsse ändern könne, teilt Telefónica-Sprecher Jörg Borm auf Anfrage mit. Sein Unternehmen habe allein 2018 deutschlandweit 6700 neue LTE-Stationen errichtet oder bestehende Masten aufgerüstet.

Telekom plant mit 16 neuen Standorten

Die Deutsche Telekom geht aktuell von 100 LTE-Neubaustandorten in 100 Kommunen für ganz Schleswig-Holstein aus. Hierdurch sollen besonders Versorgungslücken im ländlichen Raum geschlossen werden, die derzeit nicht über 4 G verfügen. „Mit diesen Standorten geht die Telekom weit bis an die Wirtschaftlichkeitsgrenze beziehungsweise in Teilen darüber hinaus“, teilt Telekom-Sprecherin Stefanie Halle mit. Voraussetzung sei die Unterstützung bei der Genehmigung und Standortakquise durch die Gemeinden und Kreise.

Aktuell betreibt die Telekom nach Angaben der Sprecherin 55 LTE-Standorte im Herzogtum Lauenburg. Weitere 16 sind hier geplant. Es gibt beispielsweise Überlegungen, Masten in Schnakenbek, Hamwarde und Wentorf aufzubauen. „Alle geplanten neuen Mobilfunkanlagen befinden sich in einem sehr frühen Planungsstadium“, betont Stefanie Halle. So sei die Telekom teils noch auf der Suche nach Haus- und Grundstückseigentümern, die einen LTE-Standort vermieten möchten. Erst danach könne ein entsprechender Bauantrag gestellt werden.

Vodafone will zehnmal bauen lassen

Gut aufgestellt sieht sich dagegen Vodafone. Das Unternehmen gibt auf Nachfrage an, im Kreis Herzogtum Lauenburg mit seinen 47 Mobilfunkmasten schon eine Outdoor-Versorgung von 99 Prozent zu erreichen. Über 97 Prozent der Haushalte könnten auf das LTE-Netz von Vodafone zugreifen. Gleichzeitig plane das Unternehmen noch zehn weitere Standorte. In sieben Gemeinden sollen komplett neue LTE-Masten aufgebaut, in drei weiteren bestehende Masten ausgebaut werden. Mehr als 500.000 Euro will Vodafone investieren.