Geesthacht.

Sachverständige gibt Haus frei

Nach GasExplosion Mieter wieder in ihren Wohnungen

Geesthacht.  Stundenlang mussten die Bewohner des Mehrfamilienhauses am Pommernweg 7 am Freitagabend ausharren – dann gab eine Bausachverständige des Technischen Hilfswerkes (THW) aus Lübeck das zunächst als einsturzgefährdet eingestufte Haus wieder frei. Wie berichtet, hatte die Explosion einer Feuerzeuggas-Kartusche am Freitagabend verheerende Schäden in dem Gebäude ausgelöst.

„Das Haus soll jetzt aber noch einmal von der Bauaufsicht begutachtet werden“, sagte am Sonntag Heiko Brett. Der stellvertretende Feuerwehrchef von Geesthacht hatte am Freitag den Großeinsatz von Feuerwehr, Rettungsdienst, THW, Betreuungsgruppe und Polizei geleitet. „Unglaublich, was für eine Druckwelle diese kleine Gaskartsuche auslösen konnte“, so Brett. 300 Milliliter fasst die Dose, damit hat sie etwa die Größe einer Cola-Dose. Bei der Explosion der auf einem Ethanolofen abgestellten Kartusche flogen Türzargen aus dem Mauerwerk, Haltebänder wurden aus den Türblättern gerissen und Trümmer flogen 20 Meter weit in den Garten. Ein angeforderter Tischler brachte notdürftig alles wieder auf Vordermann.

Anwohner berichteten am Sonnabend, dass die Explosion vor allem für eine aus Syrien geflüchtete Frau, die in dem Gebäude wohnt, ein sehr großer Schreck war. Sie habe sich an Luftangriffe erinnert gefühlt.

Ob die Männer, die sich in der Wohnung aufgehalten und die Explosion herbeigeführt hatten, eine Strafe erwartet, ist laut Polizei noch nicht klar. Es werde aktuell geprüft, ob ein Straftatbestand vorliegt.