Geesthacht/Lauenburg.

Eine unbeschwerte Zeit – trotz Erkrankungen

Ilse Timm organisiert mit ihrem Verein Familienfreizeiten – Unterstützung für 30 Familien in der Region

Geesthacht/Lauenburg.  Die seit Jahrzehnten für kranke Kinder in der Region engagierte Geesthachterin Ilse Timm hatte mit ihrem Verein Hilfe für das schwerkranke Kind am Wochenende zu einer Familienfreizeit in die Lauenburger Jugendherberge Zündholzfa-brik eingeladen. Gäste aus neun Familien waren dabei. Höhepunkt des Treffens: Die Zaubershow von Herbert „Hörbie“ Witthöft aus Hamburg.

„Es geht darum, den betroffenen Familien einmal eine unbeschwerte Zeit zu gönnen, oft haben sie mit jeder Menge Einschränkungen zu kämpfen“, berichtet Timm. 1987 hatte sie ihren Verein gegründet. „Aus Dankbarkeit für ein eigenes gesundes Kind“, sagt sie. Anlässlich der Beerdigung ihrer Mutter bat sie dann um Spenden anstelle von Kränzen – die Basis für die Arbeit des Vereins. Der Kinderkrebsstation in der Kieler Uniklinik kaufte sie damals zuerst eine moderne Waschmaschine mit Trockner.

Schwimmkurse für kranke Kinder, individuelle Unterstützung betroffener Familien, Kooperationen mit Kliniken, Ferienprogramme und Freizeiten – all das organisiert Ilse Timm schon seit mehr als
30 Jahren und erfährt dabei selbst viel Unterstützung. „Wir haben mit dem Verein fantastische Dinge auf den Weg gebracht und mir ist so unglaublich viel durch die Kinder und deren Familien zurückgegeben worden“, freut sich die Geesthachterin.

Bei der Freizeit stand das Miteinander im Mittelpunkt. Es wurde viel geklönt und gespielt, gemeinsam gegessen und der Show von „Hörbie“ zugeschaut. Petra Drozella etwa gewann bei ihm in einem Wettbewerb einen Solar-Wäschetrockner – eine Leine mit Wäscheklammern. Ihr Mann Michael erhielt als zweiter Sieger ein Essen für zwei Personen – eine Tütensuppe. „Es sind so tolle Tricks dabei gewesen, man kam aus dem Staunen gar nicht heraus, es ist wirklich verblüffend“, so Ilse Timm, die sah, wie sich Eltern und Kinder amüsierten.

Insgesamt kümmert sie sich mit ihrem Verein um die Unterstützung von mehr als 30 Familien in der Region, außerdem unterstützt sie nach wie vor Krankenhäuser. So erhält jedes Neugeborene im Johanniter-Krankenhaus einen Schlafsack.