Rekorderlös

Rekord beim Silvestersekt: Geesthachter spenden 7565 Euro

Thomas Roesberg, Dirk Freudenberg, Synje Roesberg, Anja und Jule Freudenberg (von links) stoßen in der Fußgängerzone an.

Thomas Roesberg, Dirk Freudenberg, Synje Roesberg, Anja und Jule Freudenberg (von links) stoßen in der Fußgängerzone an.

Foto: Timo Jann

Geesthacht. Hunderte Geesthachter ließen das Jahr 2018 in der Fußgängerzone ausklingen - und spendeten für den guten Zweck.

Geesthacht.  Rekord-Erlös beim traditionellen Silvestersekt bei Zigarren Fries in Geesthachts Fußgängerzone: 7565,49 Euro warfen die Gäste in die für Spenden bereitgestellten Glasvasen. Das Geld wird dem Verein Hilfe für das schwerkranke Kind von Ilse Timm sowie den Geesthachter Hilfsorganisationen und dem Serviceclub Round Table für ihre Aktion „Geesthacht hilft“ zugutekommen, kündigte Oliver Fries an. Vor mehr als 30 Jahren hatte sein Vater Olaf den Sektausschank initiiert – heute ist es ein Stelldichein für alle Geesthachter zum Jahresende. Der gesamte Bereich vor dem Laden war am Montag über Stunden dicht bevölkert.

520 Sektflaschen ausgegeben

„Das ist hier immer eine super Gelegenheit, viele meistens freundlich gestimmte Menschen zu treffen“, sagte Bürgervorsteher Samuel Bauer, der sich unter die Besucher gemischt hatte. Den Sekt gab es in Gläsern oder Flaschen gegen eine Spende. „Wir waren fast ausverkauft und haben mehr als 520 Flaschen ausgegeben“, bilanzierte Fries Dienstaf. „Mein Dank gilt vor allem den vielen Helfern, die sich um den reibungslosen Ablauf kümmern und ohne die das hier nicht mehr möglich wäre. Vom Ausschank bis zum Gläserspülen.“

„Die gute Stimmung hier ist immer schön“, sagte Sven Heppner, der im Akkord Flaschen entkorkte. Juana Stetten begeisterte vor allem die gute Laune der Gäste, denen sie Sekt einschenkte. „Das macht dann richtig Spaß“, sagte sie.

Spenden für schwer kranke Kinder

„Für uns ist das hier schon Tradition, zum Jahresausklang noch Freunde zu treffen“, sagte Dirk Freudenberg aus Geesthacht, der mit seiner Frau Anja, Tochter Jule sowie Synje und Thomas Roesberg anstieß. „Es ist total nett, im alten Jahr noch gemütlich zusammenkommen zu können“, sagte Anja Freudenberg.

In Absprache mit Oliver Fries kündigte Ilse Timm an, ihren Teil der Spenden für Freizeitaktivitäten zu nutzen, die sie für Familien mit kranken und behinderten Kindern organisiert. „Davon profitieren dann viele Menschen, die sonst oftmals Einschränkungen erfahren, wenn sie eine unbeschwerte Zeit verbringen wollen“, sagte Ilse Timm.

Sie war beim Sektausschank persönlich vor Ort und kam mit vielen Gästen ins Gespräch. „Man hört dann oft, dass gern gespendet wird, weil das Geld hier vor Ort hilft“, sagte sie. Fries berichtete, er habe im Laden oft Rückmeldungen von Auswärtigen, die mit kranken Kindern in der Geesthachter Rehaklinik sind. Sie hätten das Gefühl, dass sie in Geesthacht besonders freundlich aufgenommen würden, weil Ilse Timms Verein in der Stadt so präsent sei. Fries: „Da wird dann geschwärmt, wie offen die Geesthachter sind.“

Bürgervorsteher wünscht sich mehr finanziellen Spielraum

Die Aktion „Geesthacht hilft“, bei der die Mitglieder des Round Table Weihnachtspäckchen für Kinder in armen Ländern sammeln und sich die durch Ehrenamtliche getragenen Hilfsorganisationen präsentieren, kann sich ebenfalls über einen Teil der Spenden freuen. „Das ist ein Projekt, das mir sehr am Herzen liegt“, erklärte Fries.

Und was wünscht der Bürgervorsteher für 2019? „Allen Geesthachtern natürlich Gesundheit und der Stadt, dass wir wieder mehr finanziellen Spielraum zurückgewinnen“, sagte Bauer auf die Frage.