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Alkoholfahrt endet mit Unfall

Geesthacht.  Ein 31 Jahre alter Mann aus Grove, der nach Polizeiangaben keinen Führerschein besitzt und zudem alkoholisiert mit einem Renault gefahren sein soll, hat am Donnerstagabend in Geesthacht einen schweren Unfall verursacht. Sein Unfallgegner: Der ehemalige Bundestagsabgeordnete und Bürgermeisterkandidat Thomas Wüppesahl.

Laut Polizei zeigte die Ampel am Freizeitbad für die Elbuferstraße und Am Hafen Grün. Aus Richtung Steinstraße kam der 31-Jährige mit einem Renault Twingo, er hatte zwei Mitfahrer im Wagen dabei. Von Krümmel kam Wüppesahl mit einem Mercedes der S-Klasse. „Vor dem Renault sind noch zwei Autos links in die Sielstraße abgebogen. Dann kam ich und der Renault hätte warten müssen, aber der Fahrer bog auch einfach ab“, schilderte Wüppesahl am Unfallort die Situation direkt vor dem Zusammenstoß. Trotz seiner Erfahrungen aus Fahrtrainings zu seinen Zeiten als Polizist beim Landeskriminalamt in Hamburg habe er keine Chance gehabt zu reagieren. Die Airbags und die massive Bauweise des modernen Mercedes verhinderten Verletzungen bei dem 63-Jährigen, der auf dem Weg zu einem Termin nach Hamburg war.

Der Unfallverursacher und einer seiner Mitfahrer mussten vom Rettungsdienst ins Krankenhaus gebracht werden. Feuerwehrleute sicherten die Unfallstelle und streuten ausgelaufene Betriebsstoffe des Renault ab. Den Schaden an den Autos schätzte die Polizei auf mindestens 30.000 Euro. Während der Rettungs- und Aufräumarbeiten mussten Autofahrer Geduld beweisen. Eine Stunde lang stockte im Bereich der Freizeitbad-Kreuzung immer wieder der Verkehr.

Wüppesahl ließ sich, als die Polizei seine Daten aufgenommen hatte, zum Termin nach Hamburg fahren. Der Krümmeler hatte zuletzt für Schlagzeilen gesorgt, als er nach dem Tod des damaligen Geesthachter Bürgermeisters Ingo Fokken bei der Bürgermeisterwahl 2009 antreten wollte. Er wurde allerdings nicht zur Wahl zugelassen, weil er wegen Planung eines Überfalls auf einen Geldtransporter zu einer Freiheitsstrafe verurteilt worden war. Laut Wüppesahl war die Planung nur zum Schein erfolgt, um einen Spitzel zu enttarnen.