Geesthacht.

WoGee baut für 8,5 Millionen Euro

Bauarbeiten An Keil und Heineweg entsteht bezahlbarer Wohnraum für Ein- bis Vier-Personen-Haushalte

Geesthacht.  Baukräne drehen sich, Kreissägen kreischen, Handwerker hämmern: An Keil und Heineweg schafft die städtische Wohnraum-Entwicklungsgesellschaft (WoGee) bezahlbaren Wohnraum. „Aktuell sind 48 Wohneinheiten im Bau, die wir Ende 2019 fertigstellen wollen“, berichtet WoGee-Prokurist Henning Sigmund. Am Keil entstehen in zwei Mehrfamilienhäusern 25 Mietwohnungen, am Heineweg sind es zwölf in zwei Häusern sowie elf Reihenhäuser in drei Zeilen. Investitionsvolumen: 8,5 Millionen Euro.

„Wir haben schon jetzt sehr viele Anfragen. Wir wollen aber erst Mitte des neuen Jahres in die Vermietung einsteigen, weil sich erfahrungsgemäß sonst bei Interessenten auf die lange Zeit noch zu viel ändert“, erklärt Larissa Krüger, die sich bei der WoGee um die Vermietung kümmert.

Auf beiden Baustellen läuft der Rohbau. Sigmund: „Am Heineweg hatte es sich verzögert, weil erst ein Bebauungsplan erstellt werden musste.“ Zwei als nicht sanierungswürdig eingestufte Altbauten direkt am Heineweg wurden abgerissen. „An der Stelle werden wir die beiden neuen Mehrfamilienhäuser errichten, das Grundstück im rückwärtigen Bereich wird bereits mit drei Reihenhauszeilen bebaut“, berichtet WoGee-Projektleiter Florian Liedtke. Er geht davon aus, dass – sofern das Wetter mitspielt – im März der Hochbau der beiden Gebäude mit Wohnungen für Ein- bis Vier-Personen-Haushalte beginnen wird. Sechs der Reihenhäuser haben eine soziale Bindung, sie kosten 5,95 Euro Miete pro Quadratmeter. Das gilt auch für zehn der zwölf Wohnungen.

Am Keil, Ecke Richtweg, wird der Innenhof der nach dem Stadtbrand 1928 errichteten Mehrfamilienhäuser zum Hörner Weg hin verdichtet. „Der Innenhof bietet sich an, um weiteren Wohnraum in dem Quartier zu realisieren“, sagt Sigmund. Von 25 geplanten Wohnungen werden 17 mit sozialer Bindung realisiert.

An der Heidestraße sollen 2019 zwei Altbauten weichen, danach ein Mehrfamilienhaus mit 20 Wohnungen entstehen. Am Dösselbuschberg soll ebenfalls ein Altbau abgerissen werden, der dort geplante Neubau wird sechs Wohnungen enthalten.

An der Hugo-Otto-Zimmer-Straße hatte die vor gut fünf Jahren gegründete WoGee 2017 ihr erstes Neubauprojekt realisiert. Für die 36 sozial geförderten Wohnungen hatte es 400 Bewerber gegeben. Mittlerweile hat die WoGee 200 Wohnungen in ihrem Bestand. Projektiert sind neben den im Bau befindlichen Wohneinheiten 130 weitere, die in den kommenden fünf Jahren realisiert werden sollen. Krüger: „Beim Projekt am Heineweg arbeiten wir mit dem Bürgerverein zusammen, der sich um Senioren als Mieter kümmern wird. Wir wollen für künftige Vorhaben abklären, wie groß der Bedarf an seniorengerechten Wohnungen ist.“