Geesthacht.

Zigarettenkippen lösen Brand aus

Feuerwehreinsatz in Düneberg

Geesthacht.  Bei manchem ehrenamtlichen Feuerwehrmann stand gerade die Weihnachtsgans auf dem Esstisch, als am Dienstag (Erster Weihnachtstag) um 13.22 Uhr die Leitstelle Geesthachts Retter alarmierte. In einem Mehrfamilienhaus an der Charlottenburger Straße brannte es auf einem Balkon. Ein Anwohner wurde mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung vorsorglich ins Krankenhaus eingeliefert.

Nach Polizeiangaben hatte eine Nachbarin den Brandgeruch wahrgenommen und den Notruf gewählt. Anschließend seien Nachbarn auf den Balkon der Wohnung gestiegen, deren Bewohner nicht zuhause waren, um das Feuer zu löschen. Kurz darauf traf Geesthachts Feuerwehr ein.

Der Brand habe zum Glück nicht direkt die Wohnung betroffen, sagte Feuerwehrchef Sven Albrecht, der den Einsatz leitete. Möbel, Blumenkästen und andere Gegenstände waren in Brand geraten. Die Feuerwehrmänner Jörg Obermüller und Sascha Schützek, die sich mit Atemschutzgeräten ausgerüstet hatten, löschten den Brand und warfen warfen anschließend die verbrannten Gegenstände vom Balkon.

Gruppenführer Mark Phelbs kontrollierte vorsorglich auch ein Regenfallrohr, über das sich brennende Materialien hätten ausbreiten können. Nachdem alles per Wärmebildkamera auf mögliche weitere Brandherde überprüft war, konnten die Feuerwehrleute wieder einrücken. „Gut, dass der Brand frühzeitig bemerkt wurde. Sonst hätte sich das Feuer über geplatzte Fensterscheiben in die Wohnung ausbreiten können“, betonte Albrecht.

Die Polizei geht von fahrlässiger Brandstiftung als Ursache aus. Demnach hätten zuerst heiße Zigarettenkippen, die in einem Blumenkasten entsorgt wurden, das Plastik des Kastens zum Schmelzen gebracht. Daraufhin habe dann der Hausrat, der sich unter dem Kasten befand, ebenfalls Feuer gefangen.