Escheburg

Hilferuf der Feuerwehr nach mutmaßlicher Brandstiftung

Feuerwehrleute untersuchen den Ford C-Max, der ein Totalschaden ist. Durch die Flammen sind von den Sitzen nur die Metallgestelle übrig geblieben.

Feuerwehrleute untersuchen den Ford C-Max, der ein Totalschaden ist. Durch die Flammen sind von den Sitzen nur die Metallgestelle übrig geblieben.

Foto: Christoph Leimig

Escheburg. Die freiwilligen Retter plagt die Personalnot. „Wir brauchen DICH“, appellieren sie an die Menschen der Gemeinde.

Escheburg.  Nach der Bescherung am Heiligabend fiel Deutschland in einen tiefen Schlaf – nicht so in Escheburg. Am Ersten Weihnachtstag um 2.33 Uhr legten bei den Freiwilligen Feuerwehrleuten von Escheburg und Kröppelshagen-Fahrendorf die Alarmpieper los. Im Neubaugebiet Weidenkamp, östlich der Landesstraße 208, brannte ein Auto direkt vor einem Wohnhaus. Die Feuerwehrleute konnten ein Übergreifen der Flammen verhindern – nur das Kunststoffschild mit der Hausnummer schmolz durch die starke Hitzeeinwirkung.

37-Jährige hatte den Wagen schon gepackt

Für eine Escheburgerin endete die Heilige Nacht mit einem schlimmen Erwachen. Wie Polizei mitteilte, wollte die 37-Jährige mit ihren Kindern nach dem Weihnachtsfest zur Kur fahren, doch daraus wird nichts. Das Familienauto, ein blauer Ford C-Max, wurde ein Raub der Flammen. Beim Eintreffen der Feuerwehrleute brannte der Motorraum bereits lichterloh und das Armaturenbrett war geschmolzen.

Der Escheburger Gruppenführer alarmierte die FF Kröppelshagen-Fahrendorf nach. Insgesamt 25 Feuerwehrleute waren nach Angaben der Escheburger Feuerwehr im Einsatz, um mit Wasser und Schaum den Wagen zu löschen und ein Ausbreiten des Feuers zu verhindern. Neben dem Ford brannten zwei Mülltonnen direkt an der Hauswand.

Die Polizei schätzt den Schaden am Wagen auf 15.000 Euro und ermittelt wegen des Verdachts auf Brandstiftung: Der Wagen sei in der Nacht nicht bewegt worden.

Hilferuf der Escheburger Feuerwehr

Die FF Escheburg hat sich nach Austritten und Querelen um die Wehrführung am Mittwoch via Facebook an die Bevölkerung gewandt: „Wir haben ein ernst zu nehmendes Problem bei der Freiwilligen Feuerwehr Escheburg – ein Personalproblem.“ Die Feuerwehr schließt mit dem Appell: „Wir brauchen DICH und deswegen bitten wir jeden einzelnen, ob Mann oder Frau, dass er während der freien Tage der Besinnlichkeit mal in sich geht und überlegt, ob man sich für das Jahr 2019 nicht etwas Besonderes zum Vorsatz nimmt – die Freiwillige Feuerwehr zu unterstützen.“ Kontaktmöglichkeiten zur Wehr finden sich online auf der Homepage der Wehr unter feuerwehr-escheburg.de .