Geesthacht.

Neue Formate im Kulturkalender

Veranstaltungen  Einzelhandel soll mehr profitieren – Straßenmusikfest, Krimitage und Open-Air-Kino geplant

Geesthacht. Musik am Hafen, die erste Geesthachter Kulturnacht und eine Oper auf dem Menzer-Werft-Platz – die Elbestadt feierte 2018 viele Kultur-Premieren. Initiator des „Kulturaufbruchs“, wie Bürgermeister Olaf Schulze den frischen Wind im Veranstaltungskalender nennt, ist Marketingchef Frank Kaldenbach. Und der plant für Geesthacht auch 2019 allerhand neue Formate.

„Kommendes Jahr soll der Einzelhandel noch mehr von unseren Veranstaltungen profitieren“, kündigt Kaldenbach an und nennt im Bildungsausschuss am Dienstagabend zwei Ideen für die Innenstadt, deren Realisierung bereits fix ist. So lädt das Stadtmarketing gemeinsam mit Geesthachts Gleichstellungsbeauftragter Anja Nowatzky zu „Frauen-Krimitagen“ ein. Am 8. und 22. Mai werden Autorinnen die Elbestadt heimsuchen und ihre Kommissarinnen – die Hauptfiguren sind natürlich Frauen – auf Ermittlung schicken. Mit dabei ist die Hamburgerin Eva Almstädt, die für ihre Regionalkrimis bekannt ist. Diese spielen unter anderem in kleineren Ostseeorten und in Lübeck. „Eine der Lesungen wird in einem Schuhgeschäft stattfinden, die andere wohl im Krügerschen Haus“, sagt Kaldenbach. Letztgenanntes habe erst im November als Kulisse für die Lesung der Krimi-Größe Hannes Hygaard überzeugt.

Ebenfalls neu im Veranstaltungskalender: Ein Straßenmusikfest in der Fußgängerzone. Dabei sollen mobile Bands durch die Bergedorfer Straße wandern. „Bei einem verkaufsoffenen Sonntag hatte eine Musikgruppe zum Beispiel unsere Liegeflächen als Bühne genutzt – das ist doch eine gute Idee. Sowas stelle ich mir für das Straßenfest auch vor“, sagt Kaldenbach, der für dieses Format noch einen Termin Mitte bis Ende Mai sucht.

Fest stehen indes die Daten für „Musik am Hafen“. Nach erfolgreicher Premiere in diesem Jahr, wo zu einigen der kostenfreien Konzerte mehr als 500 Zuhörer kamen, wird es eine zweite Auflage der Veranstaltungsreihe an den Sitzterrassen geben. Auftakt ist am Himmelfahrtstag (Donnerstag, 30. Mai), danach folgen bis zum 21. August sechs Termine jeweils mittwochs. „Die Musik am Hafen hat sich unglaublich schnell etabliert. Das ist ungewöhnlich“, ordnet der Marketingchef ein.

Festhalten und sogar ausbauen will das Stadtmarketing kommendes Jahr die 2018 mit Renate Lefeld ins Leben gerufene Kulturnacht. Dabei treten Musiker und Kulturschaffende der Region einen Abend lang an ungewöhnlichen Orten der Innenstadt auf. „Wir möchten 2019 die Kulturnacht etwas größer aufziehen, um das Loch zu stopfen, das das Elbfest reißt, das ja nur alle zwei Jahre und darum 2019 nicht stattfindet“, sagt Kaldenbach, der die rund 30 Veranstaltungen dieses Jahres um mindestens zehn Angebote erweitern möchte. Öffnen soll die Kulturnacht 2019 am 14. September.

Ebenfalls in Planung: Von Frühjahr bis Herbst sollen Einwohner und Besucher der Stadt die Möglichkeit erhalten, heimische Betriebe zu besichtigen. Der Weihnachtszauber in der Innenstadt soll vom 6. bis zum 15. Dezember 2019 aufbauen, und die Elbestädter können sich auf ein Open-Air-Kino freuen – denn das habe sich, so Kaldenbach, der Bürgermeister gewünscht.

„So war das auch mit der Oper auf dem Menzer-Werft-Platz, die mit Nabucco ja auch gekommen ist – und die Veranstaltung war außerordentlich erfolgreich“, resümiert Kaldenbach. Der Auftritt in Geesthacht sei für das Ensemble, das unter anderem in Potsdam Station gemacht hatte, mit 950 Besuchern der erfolgreichste der Tournee gewesen.