Geesthacht.

Sportlerheim soll Bürgerhaus werden

Sozialausschuss diskutiert neues Raumkonzept

Geesthacht. Da wurde wohl der zweite Schritt vor dem ersten gemacht: 230.000 Euro hat die Stadtpolitik im Rahmen der Haushaltsberatungen im November bereits für den Umbau des Jugend- und Sportlerheims Westerheese beschlossen – allerdings mit Sperrvermerk und ohne genau zu wissen, was dort 2019 geschehen soll. Denn die entsprechenden Pläne werden dem Sozialausschuss erst am Dienstag, 4. Dezember, vorgelegt. Dann soll auch das künftige Raumkonzept der Außenstelle des Oberstadttreffs beschlossen werden.

„Es ist nach der Kommunalwahl einfach untergegangen“, wagte Christoph Wieck, Leiter des Fachbereiches Soziales, Schule, Sport und Kultur, im vergangenen Sozialausschuss einen Erklärungsversuch. Das Versäumnis ist bis dahin auch der Politik nicht aufgefallen, soll nun ausgeräumt werden.

Um aus dem heutigen Jugend- und Sportlerheim ein Bürgerhaus für den Stadtteil Grünhof-Tesperhude zu machen, sollen zwei neue Multifunktionsräume angebaut und bestehende Räume neue strukturiert werden. „Ein verändertes Nutzungskonzept als Bürgerhaus mit einer Belegung sowohl am Tag als auch abends bedingt eine räumliche Anpassung“, schreibt Thomas Vagedes, der die Einrichtung leitet, in der Vorlage für den Sozialausschuss.

Trennwand erfüllt ihren

Zweck nicht mehr

„Die vorhandene Trennwand ist veraltet, erfüllt ihre Zwecke nicht“, nennt Vagedes einen Grund, warum aktuell Mehrfachnutzungen an der Westerheese nicht möglich seien. Parallel laufende Angebote für unterschiedliche Adressaten sind aber eine Grundsäule des Konzeptes Mehrgenerationenhaus, das die Politik am Standort umgesetzt wissen möchte.

Durch den Umbau soll nun unter anderem hinter einer neuen Trennwand ein etwa 90 Quadratmeter großer Raum entstehen. Nutzer sollen diesen möglichst nicht mehr nur über den bestehenden Gastraum betreten können, sondern auch durch eine neue Außentür. Zudem hofft Vagedes auf zwei neue Multifunktionsräume: Ein Raum mit etwa 24 Quadratmetern Grundfläche, in den sich abends und tagsüber kleinere Gruppen zurückziehen können. Ein etwa 17 Quadratmeter großes Zimmer könnte zwischenzeitlich auch als Lagerfläche für Veranstaltungsequipment und Gastrobedarf dienen. Zeitweilig werden laut Vagedes Mobiliar und andere Ausstattungen der Einrichtung provisorisch in den Umkleidekabinen der Sportler zwischengelagert.

Hebt der Sozialausschuss den Sperrvermerk auf und stimmt dem Raumkonzept zu, könnte 2019 an der Westerheese losgelegt werden. Die Aktivregion Sachsenwald-Elbe hat für den Umbau der Einrichtung, die 2017 mehr als 10.000 Besucher zählte (2016: 9.000 Besucher), 100.000 Euro Zuschuss zugesagt.