Mercatorstrasse

Weiterer Container wird abgebaut

Geesthacht. Die Flüchtlingsunterkunft an der Mercator-straße schrumpft weiter. Von den inzwischen nur noch vier Containern – aufgestellt worden waren dort aufgrund des Zuzugs von Asylsuchenden 2015 fünf Container – wird ein weiterer abgebaut. Der Grund: Der Container, in dem 70 Personen Platz hätten, wird nicht mehr gebraucht und verursacht darum unnötig Kosten.

„Die Bewohner der Anlage, die jetzt abgebaut wird, wurden auf die anderen drei an der Mercatorstraße verbliebenen Anlagen verteilt“, erklärt Michael Zühlke, stellvertretender Rathaussprecher auf Nachfrage unserer Zeitung. Grundsätzlich würden Asylbewerber immer so schnell wie möglich von den Containern in Wohnungen vermittelt.

Weitere 5000 Euro fließen aus Kiel als Ausgleich

Die Stadt Geesthacht hatte aufgrund der vom Land Schleswig-Holstein prognostizierten Flüchtlingszahlen frühzeitig Container angemietet und Wohnraum ausgebaut. Unter anderem wurden Wohnungen an der Berliner Straße und an der Elbuferstraße für die Unterbringung von Asylsuchenden hergerichtet und angemietet.

Allein 2016 blieben 400 Betten leer, ein Defizit von einer Million Euro entstand. Aus dem im März vom Land ausgezahlten Sondertopf „Refugees“ erhielt die Elbestadt etwa 734.000 Euro als Ausgleich für durch ungenutzten Wohnraum entstandene Kosten. Das entsprach gut 68 Prozent der beantragten 1,16 Millionen Euro. Weitere 5000 Euro flossen vor Kurzem aus Kiel, teilte Alexandra Groß, Fachdienstleiterin Soziales, jetzt mit. Vor Bereitsstellung des Sondertopfes zahlte das Land an die Kommunen nur für durch registrierte Flüchtlinge ausgelöste Kosten.