Bildung

Lehrer und Grundschulbetreuer rücken in den Fokus

Schüler melden sich im Unterricht (Symbolbild): Gerade bei Grund- und Förderschulen hat Schleswig-Holstein Probleme, Lehrerstellen zu besetzen.

Schüler melden sich im Unterricht (Symbolbild): Gerade bei Grund- und Förderschulen hat Schleswig-Holstein Probleme, Lehrerstellen zu besetzen.

Foto: Peter Steffen / dpa

Geesthacht. Lehrerstellen im Kreis bleiben oft unbesetzt. In Geesthacht diskutiert die Politik über die Nachmittagsbetreuung.

Geesthacht.  Zum Auftakt des neuen Schuljahres am kommenden Montag hat Bildungsministerin Karin Prien (CDU) am Donnerstag Zahlen für Schleswig-Holstein vorgelegt. So sinke zwar die Gesamtzahl der Schüler im Land um rund 3000 auf 368.500. Gleichzeitig steige aber die Zahl der Erstklässler um 400 auf 24.500 und für die kommenden Jahre sei auch mit steigenden Schülerzahlen an allen allgemeinbildenden Schulen zu rechnen.

Sonderpädagogen werden am meisten gesucht

Laut Prien gebe es mit 23.192 so viele Lehrerstellen wie nie im Land, das Hauptproblem für die kommenden Jahre sei aber, die freien Stellen zu besetzen. Aktuell sind 177 Lehrerstellen unbesetzt. Besonders stark betroffen seien Grundschulen und Förderzentren – bei letzteren seien 2,1 Prozent der Stellen unbesetzt. Zu den regional am stärksten betroffenen Gebieten gehört neben Steinburg, Dithmarschen und Neumünster demnach der Kreis Herzogtum Lauenburg. Eine exakte regionale Aufschlüsselung gibt es laut Ministerium bislang nicht.

Nachmittagsbetreuung wird Thema

Über das Schulpersonal diskutiert auch Geesthachts Lokalpolitik, wenn sich der Schulausschuss am kommenden Mittwoch zur ersten Sitzung nach der Sommerpause trifft – konkret geht es um die Nachmittagsbetreuung an den Grundschulen der Stadt. „Wir wollen von der Verwaltung wissen, wie sich die Grundschulbetreuung entwickelt hat“, sagt Ausschussvorsitzende Hicran Hayik-Koller (SPD).

Einigung beim offenen Ganztag steht aus

Im Schuljahr 2016/17 nutzten 180 von 697 Schülern – also knapp 26 Prozent – das Angebot, dass es in den Schulen Silberberg, Buntenskamp und an der Waldschule gibt. „Wenn das Angebot gut angenommen wird, sollten wir darüber nachdenken, ob wir das Personal aufstocken“, so Hayik-Koller. Vor rund zwei Jahren drehten die Politiker an der Preisschraube. So kostet die Betreuung bis 15 Uhr die Eltern monatlich 90 Euro. Für die Betreuung bis 17 Uhr werden 110 Euro berechnet.

An diese Sätze soll der offene Ganztag (freiwilliges Kurssystem) an den anderen städtischen Schulen angepasst werden. Bisher konnte keine Einigung erzielt werden. Das Thema sollte eigentlich nach der Kommunalwahl am 6. Mai verhandelt werden. Auf der Tagesordnung steht es dieses Mal jedoch nicht.

Diskussion über den BvS-Anbau

Dafür wird über den Anbau der Bertha-von-Suttner-Schule (BvS) gesprochen. Auch hier gibt die Verwaltung einen Sachstandsbericht ab, denn der Startschuss für die zweijährige Planungs- und Bauphase ist bereits gefallen. 12,5 Millionen Euro soll das neue Gebäude kosten, das auf der rückwärtigen Seite der Gemeinschaftsschule mit Oberstufe entstehen soll. Bürgermeister Olaf Schulze (SPD) wird im Schulausschuss die Vorgehensweise erläutern – auch für die neuen Mitglieder, die nun im Ausschuss sitzen. Um den straffen Zeitplan einhalten zu können, ist für Freitag, 24. August, ein erster Workshop an der BvS terminiert. Dieser und folgende Veranstaltungen sollen der engen Abstimmung von Schulleitung und Stadtverwaltung dienen. Dabei soll am Raumkonzept gefeilt werden.

Die Ausschusssitzung beginnt am 22. August um 18 Uhr im Ratssaal (Markt 15).