Geesthacht

AKW Krümmel: Weiterer Schritt zur Stilllegung

Kernkraftwerk Unterlagen zu Abbau und zur Errichtung eines Zwischenlagers liegen bald im Rathaus aus

Geesthacht.  Stilllegung und Abbau des Atomkraftwerks Krümmel kommen weiter voran: Das Energiewendeministerium startet als zuständige Reaktorsicherheitsbehörde am Montag, 16. Juli, das öffentliche Beteiligungsverfahren.

Zudem hat das Energieunternehmen Vattenfall bei der Stadt Geesthacht den Bau und bei der Reaktorsicherheitsbehörde den Betrieb eines Lagers für schwach- und mittelradioaktive Abfälle und Reststoffe beantragt.

Die Unterlagen für beide Verfahren sind ab dem 24. Juli für zwei Monate im Geesthachter Rathaus (Markt 15), in der Reaktorsicherheitsbehörde in Kiel und im Internet unter einzusehen und unter www.schleswig-holstein.de/kruemmel einzusehen. Interessierte finden dort unter anderem die jeweiligen Genehmigungsanträge, Kurzbeschreibungen, Sicherheitsberichte sowie Umweltverträglichkeitsuntersuchungen.

„Der Strahlenschutz steht auch bei der Stilllegung und dem Abbau eines Kernkraftwerks immer im Vordergrund. Das erklärt auch, warum sich ein solch umfangreiches Genehmigungsverfahren über mehrere Jahre erstreckt. Die Öffentlichkeit hat nun die Möglichkeit, die Antragsunterlagen einzusehen. Ende des Jahres ist dann ein Erörterungstermin geplant“, sagte Energiewendeminister Robert Habeck gestern.

Die fristgerecht erhobenen Einwendungen sollen vom 11. Dezember an in einem nichtöffentlichen Erörterungstermins thematisiert werden. Alle Menschen, die Einwendungen erhoben haben, können diese dort näher erläutern.

Das Atomkraftwerk Krümmel ist 1983 ans Netz gegangen. Die Berechtigung zum Leistungsbetrieb erlosch im August 2011 durch eine Atomgesetzänderung im Anschluss an den Reaktorunfall von Fukushima. Vattenfall stellte den Stilllegungs- und Abbauantrag für das Kernkraftwerk im August 2015.