Geesthacht.

Steinstraße wird morgen gesperrt

Eilentscheid Grüne kritisieren CDU

Geesthacht.  Vom morgigen Donnerstag an soll die Steinstraße zwischen Düneberger Straße und Elbstraße einen Monat lang voll gesperrt werden. Eine Umleitung wird zwischen den Kreuzungen am Freizeitbad und bei „McDonald’s“ eingerichtet und über die Geesthachter sowie die Berliner Straße ausgeschildert. Eine Umfahrung über die Baustraße ist diesmal nicht möglich, weil für die nötigen Schachtarbeiten genau in Höhe Baustraße gebuddelt werden muss.

Nötig werden die Bauarbeiten, weil das Wohnbauprojekt von Züblin an die Kanalisation angeschlossen werden muss. Außerdem wird in dem Zuge die Baustraße im südlichen Abschnitt neu gestaltet. Zudem wird die Promenade anstelle des ehemaligen Umschlagplatzes angelegt.

Grünen-Ratsfraktionschef Ali Demirhan wirft in dem Zusammenhang CDU-Fraktionschef Sven Minge ein „falsches Spiel“ vor: „Was Herr Minge hier macht, dem Bürgermeister erst Unterstützung zuzusagen und sich dann in der Öffentlichkeit zu empören, ist unmöglich.“ Minge hatte kritisiert, dass Bürgermeister Olaf Schulze (SPD) per Eilentscheidung die Mehrkosten für Bauarbeiten zur Promenadengestaltung und zur Straßenherstellung genehmigt hatte, ohne die politischen Gremien einzubeziehen. Das Gesamtprojekt kostet 1,9 Millionen statt geplanter 1,1 Millionen Euro. Auf die Stadt entfallen Mehrkosten von 600 000 Euro und 214 000 Euro auf den Abwasserbetrieb (wir berichteten).

„Der Bürgermeister hatte am 5. Mai alle Fraktionsvorsitzenden befragt, wie sie zu der Eilentscheidung stehen würden. Ich war für die Grünen als einziger dagegen, es so zu machen, wie es jetzt gekommen ist. SPD, FDP und auch die CDU gaben dem Bürgermeister diese Freiheit zur Eilentscheidung“, sagt Demirhan.

Er hätte sich dagegen eine neue Ausschreibung und einen Baubeginn erst nach der Straßensperrung in Besenhorst gewünscht. Die Bauarbeiten bei Züblin dürfen zeitlich nicht mit der Maßnahme in Besenhorst kollidieren, sonst drohe ein größeres Verkehrschaos.

Trotz der Verträge, die die Stadt mit Züblin geschlossen hat, sieht Demirhan den Zeitdruck nicht kritisch: „Wir waren für Züblin immer ein fairer Partner und da hätte man das teure Ausschreibungsergebnis eben erklären müssen. Wenn es durch eine neue Ausschreibung mit der Hoffnung auf einen günstigeren Preis dann zu einer verzögerten Fertigstellung gekommen wäre, wäre davon die Welt auch nicht untergegangen.“