Geesthacht

Wie Geesthacht zum Industriestandort wurde

Geesthacht. . Als der schwedische Erfinder Alfred Nobel 1865 eine Nitroglycerinfabrik auf dem Krümmel errichtete, war die Hoffnung der Königlich-Preußisch-Herzoglichen Lauenburger Regierung groß, dass die Region einen Aufschwung durch die Industrialisierung erfahren würde. Diese Aussicht schien sich wenige Monate später mit einem schweren Explosionsunglück auf dem Gelände zu zerschlagen.

Doch das Gegenteil war der Fall: Nobel setzte seine Reihe serieller Versuche zur Dämpfung des Nitroglycerins fort und erfand das Dynamit. Mit dem weltweiten Erfolg des Sprengstoffs expandierte Geesthacht zu einem bedeutenden Industriestandort.

Dieser spannenden Geschichte spüren die Teilnehmer des rund zweistündigen historischen Spaziergangs nach, den der Förderkreis Industriemuseum Geesthacht am Sonntag, 29. April, anbietet. Der kostenlose Ausflug führt über teils verschlungene Wege durch den Wald zum Krümmeler Wasserturm, einem der letzten Original-Bauwerke der ehemaligen Dynamitfabrik. Treffen ist um 11 Uhr am Hotel Elbmatrose (Elbuferstraße 72). Anmeldung erforderlich unter Tel. 0 41 52/88 77 840. Es wird nur zurückgerufen, wenn der Spaziergang ausgebucht ist.