Hamwarde/Geesthacht

Plattdeutsch: Achtung, Ansteckungsgefahr!Kleines Plattdeutsch-Wörterbuch

Neues Angebot Günter Lemke gründet zweiten Gesprächskreis für Anfänger

Hamwarde/Geesthacht.  Ein Virus ist im Umlauf – das Platt-Virus. Nur fünf Monate nach dem ersten Treffen, gründet Günter Lemke nun seine zweite Plattdeutsch-Gruppe. Gestartet ist er am 13. Oktober mit einem Gesprächskreis für Fortgeschrittene, der nur Menschen offen stand, die in Hamwarde leben oder dort geboren sind. Nun wagt er einen neuen Aufschlag mit zwei Änderungen: Willkommen sind nun Anfänger – und die dürfen aus Hamwarde, Wiershop, Worth und Hohenhorn kommen.

„Wenn etwas in Hamwarde Dorfgespräch ist, geht das in den anderen Orten sowieso herum. Die Dörfer sind so eng beieinander“, begründet Lemke, der in Hamwarde aufgewachsen ist und heute in Geesthacht lebt, die Änderung.

20 Anfänger haben sich bei ihm schon für das erste Treffen am morgigen Freitag angemeldet. Platz für zehn weitere wäre noch in dem Gesprächskreis, der ab 19 Uhr im Pastorat in Hamwarde (Dorfstraße 2) zusammenkommt. „Wir erwarten nicht, dass Ihr gleich alles richtig aussprecht, sondern wir freuen uns über jedes richtige Wort“: Günter Lemke, der selbst als Kind zuerst Plattdeutsch und dann Hochdeutsch sprach, fordert zum unbefangenen Plattdeutschlernen auf. „Ich habe selber erst mit fünf Jahren Hochdeutsch gelernt, als ich in die Schule kommen sollte. Die Plattdeutsche Sprache ist somit meine Muttersprache, ich liebe diese Sprache sehr. Auf keinen Fall möchte ich, dass in der nächsten Generation in Hamwarde kein Plattdeutsch mehr gesprochen wird“, begründet er sein Engagement für die niederdeutsche Sprache.

Während die geübten Sprecher jedes Treffen mit einer von Günter Lemke vorgetragenen plattdeutschen Geschichte beginnen, gemeinsam niederdeutsche Lichter singen und viel Zeit mit Klönen verbringen, müssen die Anfänger sich zuerst einen Wortschatz aufbauen. Denn vieles mag dem Ohr vertraut sein, die genaue Bedeutung der Worte kennen viele aber nicht unbedingt. Der erste Vokabelzettel ist darum schon entworfen – damit die richtige Begrüßung stolperfrei gelingt: Denn auf plattdeutsch sagt man „Gauden Dach“ und „Wie geid die datt?“

Nach dem Auftakttreffen können die Plattsnacker beider Sprechlevel übrigens erst einmal durchatmen: „Wir gehen dann erst einmal in die Sommerpause und fangen mit unseren Treffen dann im Oktober wieder an“, kündigt Lemke an.

Weitere Informationen zu den Plattdeutschtreffen in Hamwarde erteilt Günter Lemke unter den Nummern (0 41 52) 7 26 03 oder 01 52 / 58 58 54 66 oder nach
E-Mail an güntlemp@gmail.com.

Guten Tag! – Gauden Dach!

Wie geht es dir? – Wie geid die datt?

Mir geht es gut! – Mi geid datt gaud!

Heute scheint die Sonne – Hüt schiend de Sünn.

Jetzt bekomme ich Hunger – Nu kriech ik Hunger.

Jetzt fahre ich in die Stadt – Nu föhr ik inne Stadt.

Die Zeit die läuft, ich muss jetzt schnell nach Hause – De Tied de löbbt, ik mud nu schnell na Huus.