Kreistag

Aufnahmestopp am BBZ Geesthacht bleibt

SPD-Fraktionschef Jens Meyer forderte von Schulleiter Ulrich Keller, der von „Hobbypolitikern“ gesprochen hatte, eine Entschuldigung.

SPD-Fraktionschef Jens Meyer forderte von Schulleiter Ulrich Keller, der von „Hobbypolitikern“ gesprochen hatte, eine Entschuldigung.

Foto: Marcus Jürgensen / BGZ

Ratzeburg. Ein erneuter Vorstoß der SPD scheiterte am Donnerstag in der letzten Kreistagssitzung. Es bleibt bei den Schließungsplänen.

Ratzeburg.  Klatsche für die SPD: Ihr Antrag, die für 2020 geplante Schließung der Geesthachter Außenstelle des Möllner Berufsbildungszentrum auszusetzen und mit einer Expertengruppe die Entscheidung des Verwaltungsrates zu überprüfen, wurde am Donnerstag im Kreistag von den übrigen Fraktionen mit 26 Nein-Stimmen bei elf Ja-Stimmen und einer Enthaltung abgelehnt.

„Hobbypolitiker“-Kommentar sorgt für Ärger

SPD-Fraktionschef Jens Meyer hatte in der Aula der Lauenburgischen Gelehrtenschule BBZ-Leiter Ulrich Keller, der als Gast im Saal saß, für seine Wortwahl angegriffen und hatte eine Entschuldigung vom Schulleiter gefordert: Keller hatte seine Ablehnung vor dem Geesthachter Schulausschuss zu erscheinen damit begründet, im Wahlkampf nicht Spielball von „Hobbypolitikern“ werden zu wollen.

Landrat: Argumente seien fast alle falsch

„Verunglimpfend“ sei dies gewesen, so Samuel Walter Bauer (SPD). Dass dies nicht die richtige Wortwahl gewesen sei, befand auch Landrat Dr. Christoph Mager (CDU). Gleichwohl sei man auch mit Keller in Geesthacht nicht ehrlich umgegangen: „An ihren Argumente ist nur eines richtig: Geesthacht ist die größte Stadt im Kreis.“ Die übrigen seien ungenau oder schlichtweg falsch, so Mager, der zugleich Vorsitzender des BBZ-Verwaltungsrates ist.

„Meinungsmache“ und „Wahlkampf pur“

Insgesamt seien die Schülerzahlen rückgängig, es gelte nun den Standort Mölln zu sichern, hatte auch Anna Granz (Grüne) gegen den SPD-Antrag votiert, obwohl es ihr als Geesthachterin in der Seele weh tue. Härter ging FDP-Fraktionschef Thomas Kuehn mit der SPD ins Gericht: Das sei „Wahlkampf pur“. Von „Meinungsmache“ angesichts ausführlicher Berichte und Zahlen aus dem BBZ, die die Entscheidung des Verwaltungsrates rechtfertigten, sprach auch Anja Reimann (CDU). 2009 wurde die Berufsschule des Kreises in eine Anstalt öffentlichen Rechts überführt mit einem Verwaltungsrat als Kontrollgremium.