Fortschritt

Hafencity: Die Promenade nimmt Gestalt an

Diese Betonstützwand wird später die Promenade tragen, an die sich die Bebauung anschließt. Links soll eine Steinschüttung zum Wasser hin erfolgen.

Diese Betonstützwand wird später die Promenade tragen, an die sich die Bebauung anschließt. Links soll eine Steinschüttung zum Wasser hin erfolgen.

Foto: Timo Jann

Geesthacht. Die Hafencity Geesthacht wächst rasant: Die ersten Mieter ziehen ein und die öffentliche Promenade entsteht.

Geesthacht.  Am Hafenrand geht es jetzt Schlag auf Schlag: Weitere Neubauten der Hafencity wachsen in die Höhe, erste Bewohner ziehen ein, die Uferpromenade bekommt ihre Stützwand, Planungen für zusätzliche Neubauprojekte laufen auf Hochtouren.

„Man kann jetzt sehen, dass es hier richtig vorangeht. Zurzeit vielleicht noch etwas beengt, aber später soll es mehr Freiräume geben“, sagt Bürgermeister Olaf Schulze (SPD). Die Stadt ist mit großen Investitionen mit im Boot, muss in diesem Jahr eine Erschließungsstraße und einen öffentlichen Aufenthaltsplatz am Hafen realisieren.

61 Wohnungen an drei Investoren verkauft

Die Hafencity GmbH von Jens Nowakowitsch, der mit dem Kauf und Abriss der ehemaligen Ofenkeramik-Fabrik „Bankel“ gegenüber des Fischbistros „Pier 3“ vor fast 15 Jahren die Initialzündung für die Bebauung am Hafenrand gegeben hatte, hat jetzt auch mit den Bauarbeiten voll losgelegt. Zwei 35 Meter hohe Kräne drehen sich auf dem 1,6 Hektar großen Grundstück. „Ich bin sehr zufrieden mit dem Baufortschritt. Wir haben mit der Firma Groth-Bau aus Buchholz einen Gesellschafter bekommen, der aus eigenem Interesse natürlich Arbeit mit hoher fachlicher Kompetenz abliefert“, berichtet Nowakowitsch.

Die 61 Wohneinheiten für betreutes Wohnen entlang der Steinstraße wurden bereits an drei private Investoren verkauft und auch der Verkauf der 51 Eigentumswohnungen in den sieben Elbvillen läuft. „Die acht Gewerbeeinheiten behalte ich selbst. Das Projekt Hafencity liegt mir so am Herzen, dass ich da den Einfluss, was sich dort ansiedelt, gerne behalten möchte“, erklärt Nowakowitsch. Zwischen 45 und 110 Quadratmeter groß sind die an der Promenade gelegenen Flächen, die sich auch für Cafés oder Restaurants eignen würden. Die ersten Gebäude sollen im März 2019 fertig sein, die letzten zum Ende 2019.

Mieter ziehen im August in Elbterrassen

Weiter ist das Projekt von „Exklusiv Wohnbau“. Dort ziehen gerade die ersten Bewohner ein.

Und auch für das Projekt „Elbterrassen“ des Baukonzerns Züblin ist ein Ende der Bautätigkeiten absehbar. „Voraussichtlich im August werden die ersten Mieter einziehen können“, berichtet Olaf Dose, Prokurist bei Züblin. „Eigentlich könnten vorn am Wasser wohl schon seit einem halben Jahr Menschen wohnen, aber zur Straße hin sind wir noch nicht fertig und wir übergeben das Objekt an unsere Käufer komplett“, sagt er. Die Übergabe ist für Juli geplant. Die Vermietung soll in den kommenden Wochen Fahrt aufnehmen. Die Liste der Interessenten soll lang sein.

Züblin geht derweil den nächsten Schritt. Westlich der Hallenstraße sollen die nächsten Neubauten mit etwa 250 Wohneinheiten entstehen. Dose: „Wir rechnen im Herbst mit dem Baurecht und wollen dann auch zeitnah anfangen.“ Das Gelände gehört dem Baukonzern ebenso wie die sich anschließende Fläche bis zur Wärderstraße.

Am Ufer entlang soll es eine öffentliche Promenade geben, die beim „Pier 3“ beginnt und nach Realisierung der kompletten Hafencity-Bebauung bis zur Wärderstraße führen soll. Mit 1,25 Millionen Euro sind die Promenade und der Neubau der Baustraße die zweitgrößte für 2018 geplante Investition der Stadt.