Neubau

Zillmann-Park in der City nimmt Formen an

Der sogenannte Zillmann-Park an der Geesthachter Straße.

Der sogenannte Zillmann-Park an der Geesthachter Straße.

Foto: mrp Architekten, G+Z

Geesthacht. 80 Wohnungen sollen im Zillmann-Park entstehen – jetzt ist auch klar, wie das Gebäude aussehen wird.

Geesthacht.  Das Bauvorhaben Zillmann-Park an der Geesthachter Straße hat nach mehreren Anläufen im Planungsausschuss eine entscheidende Hürde genommen: Die Ausschussmitglieder stimmten der überarbeiteten Fassade zu und segneten den vorhabenbezogenen Bebauungsplan ab. In zwei Bauabschnitten sollen etwa 80 Wohnungen für Senioren und Menschen mit Behinderungen, eine Zentrale für betreutes Wohnen, eine Tiefgarage und ein Nahversorger mit 500 Quadratmetern Verkaufsfläche entstehen.

„Wir hatten bei der Beratung am 12. September verschiedene Dinge angeregt“, erinnerte Bauamtsleiter Peter Junge. Der Ausschuss hatte nach Diskussionen Nachbesserungen für die Fassadengestaltung eingefordert. „Dank einiger Muster können wir heute auch Materialien ansehen“, sagte er. Ausschussvorsitzender Gerhard Boll (Grüne) unterbrach die Sitzung, um die Muster zu begutachten.

Dunkler Stein für Fassade

Die CDU interessierte sich dafür nicht. Hinterher wurde auch klar, warum nicht. „Wir wollen die Farbe der Fassade ganz dem Bauträger überlassen“, machte CDU-Politiker Thomas Markwart deutlich. „Das sehe ich genauso“, sagte auch Rüdiger Tonn von der FDP. SPD und Grüne sprachen sich für einen dunklen Stein für die Fassade und einen hellen Stein als Umrandung der Eingangsportale aus.

Projektentwickler Knut Boockhoff sagte zu, diesem Wunsch nachzukommen. Er ging außerdem auf offene Fragen der letzten Beratungsrunde ein. So wird die leicht wellenförmige Hauptfassade, die zur Auflockerung des langen Baukörpers dienen soll, um 60 Zentimeter nach vorn und hinten verspringen. Die Bauherren verzichten zugunsten dieser Optik auf eine höhere Ausnutzung des Grundstücks: Vor ihrer Fassade bleibt zusätzlicher Raum neben dem öffentlichen Geh- und Radweg. Die Welle wird drei Etagen hoch, das dritte Obergeschoss bekommt eine gerade Front, darüber springt das Staffelgeschoss „mindestens 1,60 Meter zurück“, so Boockhoff. Die beiden obersten Geschosse sollen verputzt und hell gestrichen werden.

Betreiberfrage noch ungeklärt

Den Wunsch von Jutta Bellwinkel (Grüne) nach einer Berankung der Fassade lehnte Architekt Atilla Cinar dagegen ab. „Damit die Fassade in ihrer Melodie so bleibt, sollte man sie nicht beranken“, sagte er. Ein Bewuchs würde die Wirkung der Wellen aufheben.

Die Ausfahrt der Tiefgarage (50 Stellplätze) mündet in der Straße An der Post, die Zufahrt zum Parkplatz des Nahversorgers soll dagegen durch eine Hofdurchfahrt im zweiten Bauabschnitt führen. Bisher gibt es jedoch noch keinen Betreiber für die Ladenfläche. Für das betreute Wohnen ist man laut Boockhoff mit Anbietern im Gespräch.

Jetzt werden die Träger öffentlicher Belange beteiligt, im ersten Quartal 2018 soll das Planrecht stehen. Unklar ist bisher, wie der zeitliche Ablauf für die Realisierung ist.