Benefizaktion

Sektausschank: Geesthachter spenden 6500 Euro

Riesen-Andrang beim Silvester-Sekt bei „Zigarren Fries“ in der Fußgängerzone: Hunderte verabschieden das alte Jahr bei einem geselligen Klönschnack mit einem Gläschen Sekt für den guten ZWeck. So kommen 6500 Euro zusammen.

Riesen-Andrang beim Silvester-Sekt bei „Zigarren Fries“ in der Fußgängerzone: Hunderte verabschieden das alte Jahr bei einem geselligen Klönschnack mit einem Gläschen Sekt für den guten ZWeck. So kommen 6500 Euro zusammen.

Foto: Timo Jann

Geesthacht. Hunderte ließen das Jahr am Silvestertag beim Glas Sekt in der Fußgängerzone ausklingen. Der Erlös wurde gespendet.

Geesthacht.  Die gerade erst fertiggestellte neue Fußgängerzone hat ihren ersten Massenandrang mit Bravour gemeistert: Beim traditionellen Sektausschank an Silvester trafen sich vor „Zigarren Fries“ an der Bergedorfer Straße Hunderte Menschen, um das alte Jahr zu verabschieden. Positiver Nebeneffekt des geselligen Klönschnacks in der Einkaufsstraße – 6500 Euro für den guten Zweck.

Wer nicht kommen konnte, spendete vorab

„Es ist der absolute Wahnsinn, was hier wieder los ist“, staunte Oliver Fries, der Inhaber des Fachgeschäftes. Schon seit mehr als 30 Jahren – anfangs noch ganz eng und entsprechend familiär im Geschäft – spendiert „Zigarren Fries“ den Sekt, den sich die Gäste des Treffens gegen eine Spende ausschenken lassen können. Münzen und Scheine müssen am Tresen einfach nur in eine große Glasvase geworfen werden. Oliver Fries: „Einige Stammgäste, die diesmal leider nicht dabei sein konnten, waren sogar vorab bei mir und haben zusammen 290 Euro da gelassen. Das ist echt klasse.“

Geld geht an Sudan-Hilfe und Ilse Timms Verein

Über das Geld können sich die Sudan-Hilfe des Johanniter-Krankenhauses (2500 Euro) und Ilse Timm mit ihrem Verein „Hilfe für das schwerkranke Kind“ freuen. Ihrem Verein spendete vorab auch das Geesthachter Reisebüro Rauther 500 Euro. „Es ist so schön, dass wir schon so lange von diesem Treffen hier profitieren können“, sagte Ilse Timm, die nicht nur zum Silvester-Klönschnack in die Fußgängerzone kam, sondern auch beim Abwasch der Sektgläser half.

Premiere in der neu gestalteten Fußgängerzone

„Insgesamt habe ich ein Dutzend freiwilliger Helfer hier am Start, damit alles reibungslos läuft“, sagte Fries. Einige Gäste brachten sich sogar Stehtische mit, andere frische Berliner, die die Runde machten. „Es ist hier immer eine nette Gelegenheit, Freunde zu treffen, zum Jahresausklang etwas zu plaudern und durch den Sekt noch etwas Gutes tun zu können“, sagte Franziska Weise. „Die neu gestaltete Einkaufsstraße bietet jetzt ja auch einen tollen Rahmen für das Treffen. Es ist jetzt zum ersten Mal richtig fertig hier“, hob Fries hervor.

Geesthachter wünschen sich mehr Deko in Innenstadt und jährlich ein Elbfest

Die Frage unserer Zeitung unter einigen Gästen, was sie sich persönlich und für die Stadt im neuen Jahr wünschen, ergab oft auch Bezug zur neuen Fußgängerzone. „Es wäre schön, wenn man hier etwas mehr Dekoration hätte“, sagte etwa Ute Bohnet. Sie wünscht sich außerdem einen Weihnachtsmarkt in der Adventszeit in der Bergedorfer Straße. Auch Sigrid Hagen würde sich über mehr Ausstattung in der Fußgängerzone freuen. „Insgesamt ist die neue Straße sehr schön geworden, aber man könnte noch etwas nachlegen“, sagte sie. Sebastian Hentschel outete sich derweil als großer Fan des Elbfestes mit dem beliebten Drachenbootrennen unserer Zeitung. „Das sollte es jedes Jahr geben“, sagte er – doch wahrscheinlich muss er sich nach der Veranstaltung im vergangenen Sommer bis 2018 gedulden, denn das Elbfest findet traditionell nur alle zwei Jahre statt. „Und es wäre schön, wenn Geesthacht mehr Geld für Schulen bereitstellen würde“, sagte er.

Für Oliver Fries ist klar: Auch dieses Jahr gibt es zum Jahresende wieder Sekt. „Aber weil Silvester auf einen Sonntag fällt schon am Samstag.“