Westerheese

Teilzeitkraft soll für neues Leben im Sportlerheim sorgen

Oft geschlossen: So wie hier soll das Sportler- und Jugendheim an der Westerheese ab 1. Januar 2016 nicht mehr sein.

Oft geschlossen: So wie hier soll das Sportler- und Jugendheim an der Westerheese ab 1. Januar 2016 nicht mehr sein.

Foto: Jan Schubert / BGZ

Geesthacht. Im Sportlerheim an der Westerheese soll neues Leben einziehen. Den Betrieb soll eine Teilzeitkraft organisieren.

Geesthacht.  Zumindest in einem sind sich die Politiker des Sozialausschusses einig: Der Betrieb des Sportlerheims Wes­ter­heese soll weitergehen. Schon seit Beginn dieses Jahres berät ein runder Tisch aus Stadt, Bürgerverein, dem Sportverein VfL Grünhof-Tesperhude, Kirche und Feuerwehr, welche Möglichkeiten es zur weiteren Nutzung geben könnte.

Sportlerheim als Außenstelle des Oberstadtterffs

Hitzig bis emotional wurde am Dienstagabend im Rathaus darüber diskutiert, in welcher Form der Betrieb in dem Haus zukünftig organisiert wird. Eine Idee ist, das Sportlerheim als Außenstelle des Mehrgenerationenhauses, des Oberstadttreffs, zu nutzen. Dieser Vorschlag traf auf große Zustimmung. „Ich finde, wir sollten die Vereine nicht aus der Pflicht entlassen“, regte Grünen-Politikerin Elke Heyden-Dahlhaus an.

Die wichtigste Frage war, ob zwei 450-Euro-Stellen geschaffen werden sollten oder eine Halbtagsstelle. Da endete schließlich die Einigkeit.

Vorläufiger Etatentwurf für das Haus

Thomas Vagedes, Leiter des Oberstadttreffs, stellte einen vorläufigen Etatentwurf für das Haus im Stadtteil Grünhof vor. Zwei 450-Euro-Kräfte würden mit circa 14 400 Euro den Haushalt belasten. Eine Teilzeitstelle würde ungefähr 21 000 Euro kosten, allerdings mit einem Bundesfreiwilligen (Bufdi) an der Seite. Vagedes sprach sich für die zweite Variante aus: „450-Euro-Kräfte sind zum einen schwer zu bekommen. Und sie müssten eingearbeitet werden.“ Damit wäre ein Start am 1. Januar 2016 nicht realisierbar. Was unglücklich wäre: Die Pächterin des Sportlerheims hört zum Jahresende auf. „Die Teilzeitkraft wäre sofort einsetzbar, weil sie zurzeit als Bufdi im Oberstadttreff arbeitet“, berichtete Vagedes weiter.

Bedenken der SPD wegen des Geldes

Die SPD äußerte Bedenken zur Schaffung einer Teilzeitstelle. „Das bekommen wir so nicht durch unsere Fraktion“, meinte der Ausschussvorsitzende Hartmuth Döpke.

Birgit Gatermann (Linke) sprach sich deutlich gegen die 450-Euro-Variante aus, weil diese Beschäftigten nicht rentenversichert seien. Torsten Seidel (CDU) argumentierte: „Wir brauchen Know-how. Wenn jemand angelernt werden muss, haben wir nur eine Schlüsselausgabe. Was suchen wir denn?“

Stelle soll auf ein Jahr befristet werden

Nach knapp einer Stunde überlegte Hartmuth Döpke als Ausschusschef, den Antrag für die Nutzung des Sportlerheims in die Fraktionen zurückzuverweisen. Nach dem Widerspruch der Grünen, dass es eine Mehrheit für die Teilzeitstelle gebe, wurde abgestimmt: Mit den Stimmen von CDU, FDP und der Grünen wurde letztlich beschlossen, zum 1. Januar eine Teilzeitkraft einzustellen. Die Stelle soll auf ein Jahr befristet werden.