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Das neue Wochenmarkt-Vergnügen

Foto: Anne Passow / Passow

Geesthacht. Schöner zum Bummeln, mehr Laufkundschaft, aber eine schlechtere Parkplatzsituation – das ist die Bilanz, die Kunden und Händler einen Monat nach dem Standortwechsel des Geesthachter Wochenmarktes ziehen.

Seit Anfang März ist der Geesthachter Wochenmarkt nicht mehr an der Trift, sondern in der Innenstadt hinter dem Kaufhaus Nessler. „Der neue Standort ist super. Es ist richtig gemütlich hier und man kann zwischen den Ständen entlangschlendern“, sagt Jürgen Grönwoldt. Der 68-Jährige fährt einmal pro Woche mit seiner Frau aus Marschacht zum Wochenmarkt.

„Die Stände stehen dichter zusammen, das gefällt mir“, lobt auch Kunde Erwin Griep (66). Nicht so zufrieden ist Heide Ehling. „An der Trift konnte ich mit dem Auto an den Gemüsestand heranfahren. Hier muss ich weiter weg parken und den Sack Kartoffeln zum Auto schleppen.“

Diese Meinung teilen viele Kunden. Etwas entschärfen wird sich die Situation Ende April. „Bis dahin werden die Sparkassencontainer abtransportiert und an der Stelle etwa 25 provisorische Parkplätze errichtet“, kündigt Torben Heuer von der Stadt an.

Trotz des Parkärgers ihrer Kunden: Blumenhändlerin Marlies Schümann (62) ist zufrieden mit dem neuen Standort. „Es kommen deutlich mehr Kunden“, sagt sie. "Ich habe vor allem positive Rückmeldungen von meinen Kunden. Und wir Händler profitieren von der Lage am Stadtzentrum. Viele schauen aus Neugier nach dem Einkaufsbummel mal vorbei und kaufen dann auch etwas."

Das beobachtet auch Wurstwarenhändler Denis Puhst. „Viele junge Leute kommen nach dem Bummel durch die Innenstadt noch vorbei“, sagt er. "Man sieht viele neue Gesichter, die vorher nie auf den Wochenmarkt gekommen sind. Die neue Anordnung der Stände lädt auch eher zum Schlendern ein, als es an der Trift der Fall war. Da liefen die Kunden ja quasi durch einen Schlauch.“

Schade findet Pflanzenhändlerin Inge Berg (70), dass es früh um 7 Uhr, wenn die Händler aufgebaut haben, eher mäßig voll ist. „Das geht erst um 9 Uhr los, wenn die Geschäft aufmachen“, sagt sie. Obsthändler Bernd Heerens (49) lobt trotz allem den neuen Standort: „Endlich haben wir ein richtiges Marktflair.“