Kriminalität

Mord in Geesthacht: Polizei nimmt Tatverdächtigen fest

Geesthacht. Im Fall der ermordeten Rentnerin Waltraut V. (72) hat die Polizei jetzt einen mutmaßlichen Täter ermittelt. Es handelt sich um einen 44-jährigen Mann aus dem weiteren familiären Umfeld des Opfers.

Der Verdächtige soll im Laufe des Nachmittags dem Haftrichter vorgeführt werden. Bereits Mittwochmorgen war sein Wohnhaus in Niedersachsen durchsucht, der 44-Jährige festgenommen worden.

Waltraud V. lebte von ihrem Mann getrennt allein in einer Mietwohnung an der Straße Im Pappelwäldchen in Geesthacht. Die 72-Jährige wurde täglich von einem Geesthachter Pflegedienst aufgesucht. Zudem betreute sie eine Familie aus Niedersachsen, die aus ihrem Umfeld stammt.

Nachdem der Pflegedienst Waltraud V. mehrmals nicht in ihrer Wohnung angetroffen hatte, wurde am Sonntag eine Vermisstenanzeige bei der Geesthachter Polizei erstattet. Polizisten und eine Pflegedienstmitarbeiterin suchten daraufhin die Wohnung auf. "Hierbei wurde die Vermisste nicht angetroffen und es waren keine Hinweise zu erkennen, dass es in dieser Wohnung zu einem Verbrechen gekommen war", heißt es von Seiten der Polizei.

Vermutlich war Waltraud V. da bereits lange tot. Denn als als in der Folge die Beamten erneut die Wohnung aufsuchten, um Fotos für eine Fahndung zu suchen, fiel ihnen Verwesungsgeruch auf, der zum Auffinden des Leichnams führte. Waltraud. V. war durch "massive Verletzungen durch stumpfe Gewalt, insbesondere am Kopf" getötet worden. Wo die Leiche in der Wohnung lag und warum sie nicht früher gefunden wurde, dazu macht die Polizei keine Angaben.

Ermittlungen der Mordkommission der Bezirkskriminalpolizei Lübeck mit Unterstützung der Kriminalpolizeistelle Geesthacht führten dann zu dem 44-jährigen Verdächtigen aus Niedersachsen, der Waltraud V. betreut hatte. Der Mann ist verheiratet und stammt aus dem familiären Umfeld des Opfers.

Nähere Angaben zum Tathergang und dem Motiv will die Polizei derzeit nicht machen.