Typisch Mädchen

Topmodels statt Diddl-Mäuse

Geesthacht. Diddl war gestern – jetzt kommen die Topmodels! Die Depesche Vertrieb GmbH an der Vierlander Straße, die über Jahre mit Plüschmäuserich Diddl einen absoluten Superstar bei den Geschenkartikeln im Programm hatte und der Stadtkasse einen rekordverdächtigen Segen an Steuereinnahmen bescherte, startet jetzt eine neue Serie.

Zielgruppe der „Topmodel“-Kollektion sind Mädchen im Alter zwischen acht und zwölf Jahren.

„Wir haben 2008 die ersten Malbücher auf den Markt gebracht, aber erst jetzt haben wir die passenden Schuhe für eine ganze Kollektion gefunden, mit denen wir wunderbar vorwärts kommen“, berichtet Depesche-Chef Kjeld Schiötz. Vor 25 Jahren hatte der 55-Jährige das Vertriebsunternehmen gegründet. „Ich denke, für die Topmodels interessieren sich bestimmt auch bald Mädchen, die älter oder jünger als die bisherige Zielgruppe sind. Darauf reagieren wir dann natürlich“, sagt Schiötz, der ein umfangreiches Sortiment an Geschenkartikeln zur jüngsten Serie plant.

Bei den „Topmodels“ geht es vor allem um die Kreativität der Mädchen in modischen Dingen. In den Malbücher beispielsweise, gibt es modische Tipps und viele Seiten mit nur umrandeten Figuren. Diese können dann individuell ausgemalt werden. „Im Laufe der Zeit hat sich da ein richtiger Kult entwickelt, die Mädchen schauen, wer welchen Style mag und malen“, sagt Schiötz. Die Umsätze der Reihe wachsen heute bereits in ähnlichen Proportionen wie es seinerzeit bei Diddl der Fall war, allerdings auf niedrigerem Niveau.

Um die Fans der Kollektion weiter zu begeistern, plant Depesche jetzt ein eigenes Magazin. Schon mit dem „Käseblatt“ kam man bei den Diddl-Fans gut an. Nun also das „Topmodel“-Magazin. Die erste Ausgabe soll am 1. Juni in den Zeitschriften- und Geschenkartikelläden parat liegen. Darin erfahren die Leserinnen alles, was neu auf den Laufstegen ist, wie die Stars ihre Schönheit bewahren, wie man wie ein richtiges Model posiert, welche Typveränderungen mit etwas Make-up und neuen Klamotten möglich sind und wie schnell man es mit etwas Glück zum Topmodel bringen kann. „Wir bringen alle unsere Erfahrungen in das Magazin ein. Wir sind schließlich durch die Homepage ganz nah dran an den Fans, wissen, was diese junge Szene interessiert und bewegt“, sagt Schiötz. Die Topmodel-Internetseite von Depesche ( http://de.top-model.biz/index_de.html ) wird pro Monat von mehr als 350000 Gästen besucht.

Bei Depesche an der Vierlander Straße arbeiten 300 Mitarbeiter, weitere 50 sind international im Einsatz. „Der Jugendmarkt ist in den vergangenen zwei Jahren um 30 Prozent geschrumpft, aber wir sind mit vielen Serien sehr breit für verschiedene Altersgruppen aufgestellt, entsprechend zuversichtlich blicke ich in die Zukunft“, sagt Schiötz. Außer den Topmodels und natürlich weiterhin Diddl, gibt es auch die „Dark Dudes“ mit frechen Sprüchen, „Rosalie & Trüffel“ ganz verliebt und weitere Kollektionen im Sortiment des Unternehmens.