Schüler machen Zeitung

Vorurteile gegenüber Jugendlichen

Sie sind laut, treten meist in Gruppen auf und sind ungewöhnlich gekleidet. Diese Vorurteile haben viele Erwachsene gegenüber Jugendlichen. Aber was denken die Bergedorfer?

Haben sie wirklich Vorurteile, bewerten Sie uns Jugendliche nach unserem Aussehen, bevor sie uns kennen gelernt haben, und möchten sie mit manchen „dunklen Gestalten“ am liebsten nichts zu tun haben?

Wir haben uns in der Gesamtschule Bergedorf und in der Fußgängerzone in Bergedorf umgehört.

Frau Möller (57) hat selbst vier Söhne: „Ich sehe das eigentlich ganz locker, denn ich denke, dass das nur eine Phase ist, die die Jugendlichen durchmachen. Wir waren früher nicht anders. Ich habe auch komische Klamotten getragen und lange Haare gehabt, eben das, was angesagt war.“

Eine 43-jährige Frau aus Bergedorf meint: „Ich finde, dass Jugendliche sich anziehen und stylen können, wie sie es mögen, wenn es nicht zu heftig ist. Das Verhalten finde ich eigentlich nicht schlimm, denn nicht alle Jugendlichen rauchen oder trinken Alkohol. Damals hatte ich auch so eine Phase, wo ich ein Punk sein wollte. Und dann gehörte man eben irgendwo zu, sei es zu einer Gruppe oder einfach nur vom Aussehen her. Man wollte einfach anders sein.“

Elfriede H. (61) findet es dagegen nicht gut, wie manche Jugendliche gekleidet sind. Wenn Jugendliche einen dunklen Style haben, wie zum Beispiel Punk, geht sie ihnen lieber aus dem Weg. Sie denkt, dass sie streitsüchtig sind oder rumpöbeln. Ruhige Gruppen, die sich unauffällig verhalten, sind ihrer Meinung nach okay.

Wir finden, dass jeder sich stylen und verhalten sollte, wie er oder sie es für richtig hält – egal, wie alt man ist, denn jeder hat das Recht, etwas Besonderes zu sein, solange man niemandem damit schadet.