Lohbrügge

HAW beliebt: Fünf Bewerber für einen Studienplatz

Der Campus der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW) in Lohbrügge. 729 Studenten können die verschiedenen Fachrichtungen der Life Sciences belegen.

Der Campus der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW) in Lohbrügge. 729 Studenten können die verschiedenen Fachrichtungen der Life Sciences belegen.

Foto: Carsten Neff / NEWS & ART

Hochschule für Angewandte Wissenschaft in Lohbrügge startet ins Wintersemester. Insgesamt stehen 729 Sudienplätze zur Verfügung.

Lohbrügge. Nun ist die erweiterte Bewerbungsfrist abgelaufen. Insgesamt haben sich 3745 junge Menschen beworben, die an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Lohbrügge studieren wollen. In der Fakultät Life Sciences am Höperfeld werden sieben Fachrichtungen angeboten: Biotechnologie, Gesundheitswissenschaften und Medizintechnik, dazu kommen Ökotrophologie, Umwelttechnik, Verfahrenstechnik sowie das Wirtschaftsingenieurwesen. Insgesamt stehen 729 Studienplätze zur Verfügung. „Das heißt, dass auf jeden Platz 5,1 Bewerber kommen“, sagt HAW-Sprecher Matthias Echterhagen.

Auch zu Corona-Zeiten ist das Interesse der Erstsemester ungebremst: Immerhin 523 Bewerber hatten sich auf die 69 Studienplätze für Ernährungswissenschaften beworben, 548 Interessenten gibt es für die Gesundheitswissenschaften (46 Plätze), 260 für Medizintechnik (48) und 245 Bewerber für die 55 Studienplätze in Biotechnologie. Für Umwelttechnik (59 Plätze) liegen 167 Bewerbungen vor, bei der Verfahrenstechnik ist die Lage etwas entspannter mit 70 Interessenten für 41 Plätze.

Start für die HAW-Erstsemester wurde verschoben

Wie aber werden die neuen Studenten zu Corona-Zeiten in Lohbrügge empfangen?

Normalerweise starten die Erstsemester im Oktober. Aber das wurde ein wenig verschoben – aufgrund der diesmal verspäteten Vergabe der Abiturzeugnisse: Bereits Anfang April hatte die Kultusministerkonferenz entschieden, dass der Vorlesungsbetrieb für alle Hochschulen für das Wintersemester 2020/21 einheitlich am 1. November 2020 beginnen soll. Es endet dann mit den Prüfungen im 26. Februar.

Da weiterhin die Hygiene- und Abstandsregeln gelten, wird allerdings nicht zu einer vollständigen Präsenzlehre zurückgekehrt. Stattdessen sollen sich digitale und präsente Formate abwechseln, steht die Kleingruppenbetreuung im Vordergrund. Wer im Labor oder in Werkstätten arbeitet, muss eine Maske tragen, in der Vorlesung hingegen darf sie abgenommen werden. Die Professoren müssen darauf achten, dass in den Hörsälen stets drei Sitzplätze frei gehalten werden und nur jede dritte Stuhlreihe belegt wird.

Viele Studenten der höheren Semester bleiben im Homeoffice

Auch Prüfungen und Klausuren sind möglichst in großen Räumen durchzuführen. Hierfür stehen nach Rücksprache mit dem Studierendenwerk die Mensa zur Verfügung. Die Lohbrügger Mensa „Student Affairs“ hat wieder geöffnet und bittet darum, dass hier mit der bargeldlosen HAW-Chipkarte bezahlt wird.

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Mit großem Andrang wird zunächst nicht gerechnet, werden doch viele Studenten der höheren Semester zunächst im Homeoffice bleiben. Zum Online-Lernen bekommen sie Hilfe etwa via Video-Tutorials und Tipps, wie Sie die Online-Konferenz-Tools der HAW nutzen können – mit Hinweisen zur Moderation einer Online-Arbeitsgruppe oder Tipps, wie aus einer Power-Point-Präsentation ein Video erstellt werden kann. Nicht zuletzt lassen sich dazu in einem Forum Fragen untereinander austauschen. „Aber wir wollen auch ein Hybrid-Modell versuchen, wobei ein Teil der Studierenden im Hörsaal sitzt, die andere Hälfte daheim“, sagt Dekanatsreferentin Stefanie Bast: „Wir müssen nur erst einmal schauen, ob die Kameras und Laptops reichen, zudem das WLAN.“