Neues Geschäft

Köchling Hörsysteme feiert Comeback in Bergedorf

Tom Köchling vor seinem im Umbau befindlichen Laden am Weidenbaumsweg 5, das „Köchling Hörsysteme“ heißen wird.

Tom Köchling vor seinem im Umbau befindlichen Laden am Weidenbaumsweg 5, das „Köchling Hörsysteme“ heißen wird.

Foto: Jan Schubert

Am 1. Oktober ist die Neueröffnung von Köchling Hörsysteme am Weidenbaumsweg 5 geplant. Es werden „hochwertige“ Produkte angeboten.

Bergedorf.  Zwanzig Jahre lang war der Name Köchling ein Begriff auf dem Gebiet der Hörgeräteakustik. Doch vor zwei Jahren verkaufte Michael Köchling seine Firma mit sieben Standorten an „Amplifon“ unter anderem auch das Geschäft am Wiebekingweg. Jetzt feiert das Unternehmen in zweiter Generation das Comeback am Weidenbaumsweg 5 – mit „Senior“ Michael (49) als Hörgeräteakustikmeister und Sohn Tom (20) als Inhaber von „Köchling Hörsysteme“.

Am 1. Oktober ist die Neueröffnung in einer der zentralsten Straßen Bergedorfs geplant, in der sich mit dem Hotel-Neubau direkt nebenan eine ganze Menge bewegt. Köchling folgt in dem 94 Quadratmeter großen Geschäft auf Optiker Huhn von Inhaber Hartmut Huhn, der 50 Jahre dort ansässig war. Der Nachfolger ist selbstbewusst: „Der Name Köchling ist eine Marke“, sagt Tom Köchling.

Köchling setzt in Bergedorf auf „hochwertige Produkte“

Dabei setzt er auf „hochwertige Produkte“, also Hörgeräte, die zwischen 600 und 4000 Euro kosten können. Auch laborgefertigte Ohrstücke für den Schutz an lauten Arbeitsplätzen sind erhältlich. Im Geschäft wird es zwei Anpassungskabinen geben und eine Lounge.

Keine Frage: Hörprobleme sind kein exklusives Phänomen der älteren Generation. Bei landesweiten Tests der „Fördergemeinschaft Gutes Hören“ wiesen schon zwölf Prozent der untersuchten unter 20-Jährigen „leichte bis erhebliche Hörminderungen“ auf. In der Gruppe der 41- bis 60-Jährigen hatten gar 58 Prozent eine Hörschwäche. Am häufigsten leiden die Menschen unter Tieftonverlust, Hörsturz oder Tinnitus, also dem Ohrensausen.

Hörgeräte-Branche wächst jedes Jahr konstant um zehn Prozent

„Jeder fängt mal an, schlechter zu hören“, weiß Tom Köchling. Die Hörgeräte-Branche wächst jedes Jahr konstant um zehn Prozent. Entsprechend haben sich Beratung und Behandlung von Kunden verändert: „Früher musste man mit Stellschrauben die Geräte nachjustieren. Heute können wir über Bluetooth-Technologie besser einstellen“, sagt der Jungchef, der sich parallel zur Geschäftsleitung noch zum Hörgeräteakustiker ausbilden lassen wird. „Ich habe schon damals bei meinem Vater im Geschäft mitgeholfen“, sagt der junge Mann, „dabei faszinierte mich, wie toll es ist, jemandem zu helfen und Lebensqualität zurückzugeben.“ Diese Gefühl wollen er und Vater Michael bald bei möglichst vielen Menschen spüren.