Bergedorf

Neue Chefin des Bethesda-Krankenhauses ist da

Für fast drei Monate Doppelspitze des Bethesda Krankenhauses: Maria Theis (links) folgt auf Margret von Borstel.

Für fast drei Monate Doppelspitze des Bethesda Krankenhauses: Maria Theis (links) folgt auf Margret von Borstel.

Foto: Jan Schubert

Am Bethesda-Krankenhaus hat Maria Theis ihre Arbeit aufgenommen. Spätestens Ende November ist sie die alleinige Geschäftsführerin.

Bergedorf. Gut zu Fuß ist Maria Theis von Natur aus. Denn in ihrer Freizeit geht sie mit ihrem Ehemann gern wandern, ist Fan von Aktivurlauben, zuletzt übrigens im bayrischen Oberstdorf. Aktiv muss die neue Chefin des Bergedorfer Bethesda-Krankenhauses in ihren Anfangstagen auch sein, denn schließlich möchte Theis ja ihr neues Arbeitsumfeld kennenlernen, alle Stationen besuchen. Endlose Treppen, lange Flure, viele neue Gesichter. „Da reicht es nicht, mal eben .Guten Tag’ zu sagen“, sagt Maria Theis., „ich möchte gern jeden Menschen persönlich kennenlernen, ein Gefühl entwickeln.“

Die gebürtige Koblenzerin ist das Gesicht der Zukunft des Krankenhauses am Glindersweg. Die 59-Jährige folgt spätestens Ende November auf Margret von Borstel als alleinige Geschäftsführerin. Die ersten Wochen werden beide Chefinnen die Übergabe managen, bevor sich von Borstel in den Ruhestand verabschiedet. Spätestens Anfang 2021 wird die „Neue“ dann auch ausschließlich die Bergedorfer Klinik mit 750 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern leiten. Dann beendet Theis nämlich ihre Geschäftsführung des Agaplesion Diakoniekrankenhauses in Seehausen/Altmark (Sachsen-Anhalt).

In diesem Jahr noch Zusammenschluss gewünscht

Stichwort Agaplesion: Ursprünglich sollte mit dem Dienstbeginn von Theis auch die Partnerschaft zwischen dem Frankfurter Klinikkonzern und dem bisher eigenständigen Bethesda besiegelt sein. Doch es braucht Geduld: „Ein, zwei Gremienbeschlüsse fehlen noch“, sagt Maria Theis, „wir hoffen, dass wir in diesem Jahr den Zusammenschluss noch hinbekommen werden.“

Der Schritt ist aus der Sicht der 59-Jährigen unumgänglich: Fachlicher und personeller Austausch, die stärkere Position gegenüber Behörden und den Kassen und gerade auch die schnelle Umsetzung sich wandelnder Gesundheitsgesetze seien im größeren Verbund besser aufzufangen und würden auch Patienten helfen. Gerade auch, was die Umsetzung von Corona-Regelungen angeht, wo sich das Bethesda in den Vormonaten als sattelfest und gut organisiert erwiesen habe. Dabei ist Maria Theis „krisenfest“, wie ihr Werdegang ausweist: Nach Krankenpfleger-Ausbildung, jahrelanger Praxis im Beruf und einem folgenden BWL-Studium (Schwerpunkt Krankenhausmanagement) arbeitete sie zunächst für eine Krankenkasse, später für eine Hilfsorganisation: „Dabei lernt man auch Gefahrensituationen kennen. Da zählen knappe Ansagen“, sagt Theis. Seit 2001 ist sie im Krankenhauswesen tätig, bis zum Wechsel nach Bergedorf war sie 15 Jahre lang stellvertretende Geschäftsführerin im Agaplesion Diakonieklinikum Hamburg-Stellingen.

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Wie gesagt: Nun möchte die Managerin erstmal so viele Leute wie möglich im Bethesda kennenlernen. Dass die „Neue“ dabei fußlahm werden könnte, ist nicht zu befürchten. Eigentlich wollte Maria Theis („Verreisen ist meine große Leidenschaft“) gemeinsam mit ihrem Ehemann Kreta und Georgien bei Trekking-Touren bewandern, was coronabedingt ausfiel. Doch der Trip nach Oberstdorf hat ja eine ausreichende Fitnessgrundlage geschaffen.